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Rommerskirchen: 24 Stunden Le Mans auf Skates

Rommerskirchen : 24 Stunden Le Mans auf Skates

Mitglieder der "Roki Roller" nahmen erneut am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil – auf Inline-Skates. Auf den Klassiker hatten die Läufer einst Gäste aus der Partnergemeinde Mouilleron le Captif aufmerksam gemacht.

Mitglieder der "Roki Roller" nahmen erneut am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil — auf Inline-Skates. Auf den Klassiker hatten die Läufer einst Gäste aus der Partnergemeinde Mouilleron le Captif aufmerksam gemacht.

Schon der Auftakt hat Le-Mans-Flair: Beim Startschuss ist erst einmal ein Sprint fällig, um das Gefährt zu erreichen. Die fahrbereiten Läufer allerdings sind unbeschuht und am Ziel ihres Spurts wartet nicht ein PS-starker Rennwagen, sondern ein schlichtes Skate: Während die 24 Stunden von Le Mans seit 1923 ausgetragen werden und zu den (Auto-)Rennklassikern schlechthin zählen, gibt es seit etlichen Jahren auch eine Version für Inliner. Seit im Jahr 2007 Gäste aus der Partnergemeinde Mouilleron le Captif einige Rommerskirchener Skater darauf aufmerksam machten, sind die "Roki Roller" schon das ein oder andere Mal nach Le Mans gereist. Diesmal nahmen unter anderem Klaus Wolter und Martina Berresheim an dem 24-Stunden-Rennen teil.

In der Tiefgarage geübt

Für Klaus Wolter war es eine Premiere: "Beim ersten Besuch in Le Mans konnte ich nicht mitmachen, weil ich verletzt war", erzählt Wolter, der seine ersten Fahrversuche in einer Pulheimer Tiefgarage unternommen hat. Verletzungen machten dem achtköpfigen Team auch diesmal zu schaffen, so dass letztlich nur sechs Läufer an den Start gehen konnten. "Wir sind in zwei Gruppen gefahren, jede davon zwei bis drei Stunden", berichtet Klaus Wolter. Die "Roki Roller" traten dabei in Kooperation mit den Kölner "Rhein Rollers" und dem SV Post Buir an.

Ganz vorn mitzumischen war nicht die Absicht des selbst ernannten "Fun-Teams" — das sich gleichwohl achtbar geschlagen hat: Am Ende hatte es die 4,6 Kilometer lange Strecke 113 Mal umrundet, wobei 519 Kilometer zurückgelegt wurden. Ulrike Sprenger, Sprecherin der "Roki Roller", war 2008 dabei und ist heute noch von der anspruchsvollen Strecke beeindruckt: "Kaum ist eine Steigung erklommen, geht es in Schussfahrt bergab", erinnert sie sich. Seit gut 15 Jahren ist die UWG-Fraktionschefin begeisterte Inliner-Skaterin: "Ich kann nicht gut laufen und nicht gut Fahrrad fahren", worauf sie irgendwann den Inlinern verfallen ist. Wobei es ihr gelungen ist, auch politische Weggefährten hierfür zu begeistern, so dass das Skaten so etwas "wie der inoffizielle Vereinssport der UWG geworden ist". Seit gut einem Jahrzehnt trainieren die Skate-Enthusiasten gemeinsam: Lässt es das Wetter zu, in freier Natur auf dem gut ausgebauten Wegenetz der Gemeinde. Im Winter oder bei Regen sind sie in der Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg: Deren Belag ist längst auch auf Skates ausgerichtet.

Ausgiebig von den Trainingsmöglichkeiten Gebrauch gemacht hat "Roki Roller" Detlef Abels: Gut drei Monate hat er Extra-Schichten geschoben, um kommende Woche für den Berlin-Marathon gerüstet zu sein.

(S.M.)