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Rheinberg: Die Feuerwehr hat keine Nachwuchssorgen

Rheinberg : Die Feuerwehr hat keine Nachwuchssorgen

Bei 260 Einsätzen im vergangenen Jahr überwiegen die technischen Hilfeleistungen. Zahlreiche Ehrungen.

Feuerwehrchef Sebastian Schriewer bringt es bei der Jahreshauptversammlung auf den Punkt: "Wir haben eine gut aufgestellte Truppe." Zu 260 Einsätzen waren seine Männer und Frauen 2017 ausgerückt. "Das Verhältnis technischer Hilfeleistungen zu Brandeinsätzen ist zwei zu eins. Das Jahr war zugleich ein Jahr der Herausforderungen", so Schriewer. So verdanken 31 Personen der Mannschaft ihr Leben.

In seiner Bilanz zeichnete der Feuerwehrchef ein positives Bild mit kritischen Anmerkungen. Erfreulich sei die personelle Entwicklung mit 219 Aktiven, 206 Männer und 13 Frauen. Sie verteilen sich auf sechs Gerätehäuser. Der Fahrzeugpark sei dank entsprechender Wartung in gutem Zustand. Der Anstieg an Einsatzkräften mache sich auch bei der Jugend bemerkbar. 84 junge Menschen, 79 Jungen und fünf Mädchen, aus den drei Löschzügen stellen den Nachwuchs. Der nahtlose Übergang ist ab dem 18. Lebensjahr möglich. Die Rheinberger Jugendfeuerwehr gilt als die personell stärkste im Kreis Wesel. "Wir sind auf Mann und Frau angewiesen", so der Leiter. Mit den Musikern und den Ehrenabteilungen gehören 469 Menschen zur Feuerwehr.

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Zu besonderen Herausforderungen 2017 gehörte der Großeinsatz im Industriegebiet Nord, wo Kohlendioxid austrat. Die Löschzüge Mitte und Nord mit rund 50 Aktiven rückten aus. Im Juli brannte ein Dachstuhl nach Blitzeinschlag aus. In Budberg kamen bei einem Bungalow-Brand im Dezember zwei Menschen ums Leben. Wochen zuvor erlitt ein 64-Jähriger bei einem Autounfall lebensgefährliche Verletzungen. Hinzu kamen etliche Einsätze, die die Feuerwehrleute an den Rand ihrer Kräfte brachten. "Wir erleben zwar keine Gewalt bei Einsätzen in Rheinberg, wohl aber diffuse Diskussionen und Beschwerden in den sozialen Medien", so Schriewer. So beschwerte sich ein Anwohner, durch das Martinshorn um den Schlaf gebracht worden zu sein. "Wir Feuerwehrleute haben auch nachts einen absolut klaren Auftrag", so Schriewer.

Zufrieden zeigte er sich über die Zahl der Beförderungen nach erfolgreich abgeschlossenen Lehrgängen. Insgesamt haben die Kameraden 3291 Stunden in Ausbildungen, Übungs- und Vorbereitungsmaßnahmen investiert.

Angeschafft wurde eine neue Telefonanlage, professionelle Kleidung für die Jugendfeuerwehr wie Einsatzfahrzeuge. Sein Dank galt der Verwaltung, die die Kosten für den freiwilligen Hepatitis-Impfschutz übernommen hatte. Vize-Bürgermeister Peter Maaß dankte den Löschgruppen. Die Investition in die Sicherheit durch die Anschaffung von neuen Einsatzfahrzeugen in Höhe von einer Million Euro sei Teil des Dankes.

Es standen auch Ehrungen und Beförderungen an. Viel Applaus erntete Ehrenhauptbrandmeister Friedrich Hillen für seine 70-jährige Treue zur Feuerwehr. 60 Jahre dabei ist Ehrenstadtbrandmeister Günter Stoll. 50 Jahre gehören Norbert Hußmann, Friedrich Weis, Ernst Mons dazu. Das Ehrenabzeichen in Silber (25 Jahre) erhielten Tobias Gall und Jörg Rückert. Das Ehrenzeichen in Gold (35 Jahre) bekam Gregor Aldenhoff. Moritz Kositza ist nun Löschgruppenführer in Orsoy, Stefan Ströde in Millingen, Stellvertreter ist Stefan Niewerth. Beim Löschzug Nord wurde Stephan Wellmann-Peter zum stellvertretenden Löschzugführer Ossenberg ernannt. Gerd Brunner, Josef Hansen und Ludger Schwickart wechseln in die Alters- und Ehrenabteilung.

(sabi)