Handball : Hartes TVK-Programm

Im zweiten Match nach Bekanntgabe des Rückzugs in die 3. Handball-Liga spielt Korschenbroich morgen in Essen. Es folgen zwei weitere Partien gegen Topteams.

Die Erleichterung über den Heimsieg gegen den VfL Potsdam war im Lager des Handball-Zweitligisten TV Korschenbroich verständlicherweise ziemlich groß. Schließlich war er ein erster Teil der Antwort auf die Frage, ob die Mannschaft angesichts des kurz zuvor verkündeten Rückzugs in die 3. Liga zur nächsten Saison in der Lage ist, die laufende Spielzeit anständig zu Ende zu bringen. Der Antwort auf diese Frage weitere positive Aspekte hinzuzufügen, wird allerdings ungleich schwerer. Denn in den nächsten neun Tagen geht es in Gestalt des Tabellenvierten TuSEM Essen (morgen, 19.30 Uhr), Primus TSV GWD Minden (Mittwoch, 20 Uhr) und des Zweiten TV Neuhausen (Samstag, 20 Uhr) gegen drei Topteams der Liga.

"Wir waren nicht im Siegestaumel, den Sieg gegen Potsdam können wir alle richtig einordnen", betont TVK-Trainer Christian Voß. Er weiß ganz genau, dass seiner Mannschaft in den nächsten Partien ganz andere Kaliber gegenüberstehen. Es besteht zumindest die ziemlich reale Gefahr, nach diesen drei Begegnungen ohne weitere Punkte dazustehen. Doch Voß hat so viel vertrauen in seine Truppe, dass er davon ausgeht, dass sie auch weitere Rückschläge verkraften könnte. "Angesichts der Gegner muss man auch in Betracht ziehen, dass es drei Niederlagen geben könnte. Ich glaube aber, dass die Mannschaft nicht auseinanderbrechen und sich auch danach voll reinhängen würde", erklärt Voß.

Zumal es ja auch noch gar nicht soweit ist, der Trainer sieht in seinem Kader das Potenzial, auch in den nächsten drei Partien Zählbares einzufahren. Beim 31:29-Hinspielsieg gegen die Essener stand zwar noch Voß' Vorgänger Jörn Ilper beim TVK in der Verantwortung, doch er weiß, worauf er sich bei der von Maik Handschke trainierten Truppe in etwa einstellen muss: "Eine gute Deckung gepaart mit einem soliden Angriff." Genauere Details wollte sich Voß gestern Abend noch bei einem Videostudium erarbeiten. Dabei wird er auch entdeckt haben, dass die Hausherren in Ole Rahmel über den aktuell besten Torschützen der Liga verfügen. Der Essener traf in 22 Spielen insgesamt 170 Mal ins Schwarze, allerdings 43 Mal davon vom Siebenmeterpunkt. Wobei sich die Korschenbroicher in dieser Kategorie nicht verstecken müssen, denn in Simon Breuer verfügen sie über den zweitbesten Goalgetter der Liga (152). Und mit 134 Treffern ist er dem Spiel heraus sogar noch erfolgreicher als Rahmel.

(NGZ)