Jüchen : Evangelische Kirche zieht um

Am Samstag feiert die Evangelische Gemeinde in Kelzenberg gemeinsam Silvester, danach rücken die Handwerker an. Für 110 000 Euro wird das Gotteshaus renoviert. Die Gemeinde kommt so lange in der St.-Pankratius-Kirche unter.

Bevor die Handwerker in das Gotteshaus der Gemeindemitglieder einziehen, feiern die Kelzenberger heute noch einmal Gottesdienst — und zusammen Silvester. Anschließend steht der vorübergehende Umzug an: Während der Innenraum des evangelischen Gotteshauses in Kelzenberg neu gestaltet wird, kommt die Gemeinde in der katholischen Kirche St. Pankratius Garzweiler unter. Gabi Beuscher (56), evangelische Pfarrerin in Kelzenberg, freut sich auf die Veränderungen und das gemeinsame Begehen des Jahreswechsels.

Um 18 Uhr beginnt der Gottesdienst am Samstagabend in der evangelischen Kirche. Gegen 21 Uhr wird im Gemeindehaus gemütlich gefeiert, bevor es gegen 23 Uhr erneut in die Kirche geht. Dort wird dann ins neue Jahr gesungen und gefeiert. "Wir haben eine Band da, die uns in der Kirche unterhalten wird. Ich hoffe, dass uns auch viele junge Erwachsene besuchen werden", sagt Beuscher.

Mit dem Jahreswechsel wird dann an einem neuen Ort gefeiert. Vermutlich werden es acht Gottesdienste sein, die in der katholischen Kirche gehalten werden. "Wenn wir aus dem Fenster unseres Gemeindehauses blicken, dann sehen wir immer den Kirchturm der Kirche St. Pankratius. Außerdem wird das Gotteshaus nur noch für Beerdigungen genutzt", sagt Beuscher. Mit dem Umzug hofft die Pfarrerin, dass auch die Gläubigen aus Garzweiler die Gottesdienste besuchen kommen. Schon so manche Beerdigung oder kleiner Gottesdienst fand im Wechsel in der evangelischen Kirche und der katholischen Kirche statt. "Hier wird Ökumene gelebt", freut sich Gabi Beuscher.

Für die Sanierung der Kirche in Kelzenberg ist das Motto klar definiert: "Klarer, frischer und strahlender" soll der Innenraum nach der Renovierung in acht Wochen sein. Das ist zumindest der Wunsch von Gabi Beuscher. Die Planungen für die Gestaltung sind abgeschlossen. Jetzt folgt die Umsetzung. Rund 110 000 Euro sind für die Sanierung und Renovierung vorgesehen. Finanziert wird dies durch Rücklagen und Spenden. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel gespart. Jetzt kommt das Geld zum Einsatz", sagt Beuscher.

Laut Beuscher werden die vorherrschenden Farben in der "neuen" Kirche Grau und Bordeauxrot sein. Neben den Farben wird sich auch die Lichtgestaltung verändern. "Wir haben zurzeit klobige Leuchter, die viel Schatten werfen. Durch die neue Wandbeleuchtung haben wir viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten", sagt Beuscher. Glaselemente und Kerzen sollen weitere Akzente setzen.In acht Wochen soll die Kirche in neuem Glanz präsentiert werden.

(NGZ)