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VfL Jüchen/Garzweiler: 2:1-Sieg im Kellerduell: Bei Sportfreunden Vorst nichts zu machen

VfL Jüchen/Garzweiler: 2:1-Sieg im Kellerduell : Bei Sportfreunden Vorst nichts zu machen

Nach insgesamt acht Spielzeiten in der Fußball-Kreisliga A stehen die Sportfreunde Vorst unmittelbar vor dem Sturz in die B-Klasse. Im vorentscheidenden Kellerduell beim VfL Jüchen/Garzweiler unterlagen die Vorster am Montag knapp mit 1:2 und haben fünf Spieltage vor Schluss sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Jüchen, dass sich durch den neunten Saisonsieg in der Tabelle auf Platz zehn verbesserte kann vorerst durchatmen, ist allerdings ebenfalls bei einem "Polster" von vier Zählern noch längst nicht auf der sicheren Seite. "Es sieht schlecht aus für uns", sagte SF-Coach Rolf Neis nach dem Schlusspfiff, "wir müssen jetzt zusehen, dass wir zumindest noch Platz zwölf erreichen, und hoffen, dass die Bezirksligisten für uns spielen."

In einem typischen Abstiegsduell war Vorst über weiter Strecken keinesfalls die schlechtere, wenngleich die oft unglücklicher wirkende Mannschaft. So geriet Neis' Konzept bereits nach 15. Minuten durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Robert Hentschel durcheinander - ihn ersetzte Holger Jerzy. Zudem fehlte es den Gästen auf dem nassen Rasen in Jüchen an Standfestigkeit. "Das war ganz seltsam. Gerade die Spieler, die Stollen hatten, sind oft ausgerutscht", rätselte Neis.

Beide Teams begannen nervös, grobe Stockfehler gab es gerade in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten. Doch auch Torgelegenheiten waren hüben wie drüben zu vermelden: Bei Vorst vergaben Markus Schmitz und Peter Kannen aus aussichtsreicher Position; Jüchen, das im Spielaufbau gefälliger wirkte, machte es besser und kam durch den 17. Saisontreffer von Torjäger Martin Ngalle in der 21. Minute zum Führungstreffer.

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Vorst hätte durchaus in Durchgang eins noch egalisieren können, doch Benedikt Schmidts Schuss aus 20 Metern verfehlte knapp sein Ziel (39.). Nach der Pause hatte zunächst Vorst seine beste Phase und kam in der 48. Spielminute zum Ausgleich: Peter Kannen setzte sich über die starke rechte Vorster Seite durch und bediente Thomas Müllers, der zum 1:1 einnickte.

Doch Jüchen schlug zum richtigen Zeitpunkt zurück: Als die Partie zu kippen drohte, verschafften sich die Hausherren mit einem Konter Befreiung. Den eigentlich schon geklärten Ball bekamen die Vorster nicht weg, und Daniel Thelen überrumpelte den zu weit vor seinem Tor stehenden Helmut Strerath von der Strafraumgrenze zum 2:1 (55.). In den verbleibenden 35. Minuten entwickelte sich ein offenener Schlagabtausch.

Vorst drängte und hatte ein wenig mehr vom Spiel, Jüchen war dafür über Konter immer wieder gefährlich und hätte ebenso gut zum dritten Treffer wie Vorst zum Ausgleich kommen können. "Letztlich war Vorsts Sieg nicht unverdient, auch wenn für uns hier mehr drin war", gestand Neis ein, der in der letzten halben Stunde noch selbst mitwirkte. Ob für seine Mannschaft in dieser Saison noch etwas drin ist, erscheint seit Montag höchst fraglich. leu

(NGZ)