Neuss: Baumstämme sperren Parkplatz am Sporthafen

Neuss: Baumstämme sperren Parkplatz am Sporthafen

Die Grünfläche wurde von Anwohnern zweckentfremdet. Die Stadt prüft die Nutzung und hat die Fläche gesperrt.

Der Parkplatz im hinteren Bereich des Sporthafens ist durch Baumstämme und Steine blockiert, eine Zufahrt ist unmöglich. Dadurch fallen ungefähr zehn Parkplätze weg. Die Anwohner sind wütend.

"Wir haben 30 Jahre dort geparkt und auf einmal macht die Stadt das zu", beschwert sich eine Anwohnerin. Vor circa vier Monaten seien in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" die Baumstämme dort hingelegt worden. Informationen haben die Anwohner darüber im Vorfeld nicht erhalten. Viel mehr habe die Stadt viele Häuser in das Gebiet gebaut, aber nicht für zusätzliche Parkmöglichkeiten gesorgt. Insbesondere am Wochenende sei durch die Spaziergänger einiges los. "Keiner läuft mehr zu Fuß aus Neuss hier hin, jeder hat ein Auto", sagt die Anwohnerin.

Und durch die fehlenden Parkplätze werden nicht nur Anwohner, sondern auch die Hundespaziergänger "beschnitten", berichten ansässige Vereine. Diese dürfen aber eigentlich gar nicht in den Bereich fahren, da er nur für Anlieger freigegeben ist. Sie sollen den Parkplatz an der Humboldtstraße nutzen.

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Der vermeintliche Parkplatz ist nun aber eine Grünfläche, die gar nicht für diesen Zweck gedacht sei, sagt der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, Peter Fischer. "Das war nie ein Parkplatz, aber die Grünfläche ist immer als solcher genutzt worden." Es sei der Stadt zugetragen worden, dass dieser Abstellplatz nicht gut angelegt sei, weswegen nun geprüft werden müsse, wie damit weiter verfahren werde. "Man kann nicht einfach auf einer Grünfläche parken, sondern erst wenn wir es offiziell erlauben."

Solange das Verfahren läuft, werden die Baumstämme verhindern, dass Fahrzeuge auf der Grünfläche abgestellt werden. "Sie werden entfernt, wenn man dort erstmals offiziell parken darf", sagt Fischer. Die Stadt prüft derzeit, ob die gesetzlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind, um aus der freien Fläche einen Parkplatz zu machen. Auch wenn die Anwohner dort bereits seit Jahrzehnten geparkt hätten, sei das Verfahren unerlässlich.

(jms)