Markus Kärst: „Wir haben mehr Anfragen als Plätze“

Interview Markus Kärst : „Wir haben mehr Anfragen als Plätze“

Morgen startet das siebte Park Food Festival. Organisator Markus Kärst spricht über Besonderheiten, Neuheiten und Nachhaltigkeit.

Herr Kärst, am Freitag beginnt die siebte Auflage des Park Food Festivals. Der Boom scheint nicht abzureißen, oder?

Kärst (lacht) Ich hoffe, dass es nicht weniger wird, sagen wir mal so.

Was macht das Food Festival in Remscheid denn so besonders?

Kärst Es ist die Mischung aus Location, Rahmenprogramm und der Essensauswahl. Mit der Location haben wir wirklich einen tollen Vorteil gegenüber vielen anderen Städten. Das hören wir auch immer wieder von den Street Foodlern, dass die Location wirklich einzigartig ist und sie deshalb gerne zu uns kommen.

Müssen Sie überhaupt noch die Werbetrommel rühren?

Kärst Nein. Weil wir in der Szene mittlerweile einen sehr guten Ruf haben, haben wir immer sehr, sehr viele Stände, die mit tollen Produkten zu uns kommen wollen. Wir haben mehr Anfragen als Plätze und bekommen auch kurzfristig noch Anfragen rein, bei denen wir dann sagen müssen: Sorry, wir sind seit November vergangenen Jahres ausgebucht.

Insgesamt nehmen 35 Aussteller teil. Wer ist neu dabei?

Kärst Neu ist zum Beispiel Frittenberg, Hamelner Handbrot und Maple’s Foods. Wir haben aber auch manche, die ein oder zwei Jahre nicht dabei waren und jetzt wieder zurückgekehrt sind, so wie Mr. Froopy Frozen Yogurt. Manche Stände bieten auch neue Produkte an, etwa ein Nudelstand, der einen Nudelburger macht. Da bin ich auch total gespannt drauf.

Neben dem Hotel Restaurant Kromberg mit dem roten Doppeldeckerbus sind mit dem Schützenhaus, dem Wrap-Mobil und der Knallfabrik weitere Remscheider beteiligt. Wie wichtig sind die Lokalmatadore?

Kärst Das ist für mich sehr wichtig. Wir freuen uns natürlich immer, wenn Lokalmatadore am Park Food Festival teilnehmen, weil sie natürlich Publikum anziehen. Das Wrap-Mobil hat zum Beispiel eine wahnsinnig große Kundschaft, die gerne zu ihm kommt und auch hinterherreist. Es gibt in Remscheid zwar noch nicht viele Food Trucks, aber auch da tut sich aktuell etwas, habe ich gehört.

Die Veranstaltung finanziert sich über Sponsoren und den Becherverkauf. Da gibt es in diesem Jahr eine Neuerung.

Kärst Wir haben das dieses Jahr so gemacht, dass die Leute die Möglichkeit haben, die Becher an die Kinderschutzambulanz zu spenden. Die Idee entstand, nachdem uns im vergangenen Jahr einige darauf angesprochen hatten, dass sie nicht noch einen Becher zu Hause im Schrank stehen haben wollen. Bevor die Leute den Becher in den Müll schmeißen und wir für das nächste Jahr wieder neue produzieren lassen müssen, kaufen wir der Kinderschutzambulanz sozusagen die Becher wieder ab. Die freuen sich über einen hoffentlich hohen Betrag am Ende und wir können so etwas zur Nachhaltigkeit beitragen.

Wie nachhaltig ist denn generell das Festival?

Kärst Es gibt mittlerweile viele, die umgestiegen sind von Plastik auf Schilf, Bambus, Pappe oder Holz. Das sieht man immer mehr. Die richtig guten Street Foodler haben das schon im Auge, dass sie da noch mehr machen können. Geschirr und Gläser sind bei solch einer Veranstaltung leider aber einfach nicht machbar. Wir hatten das Thema selbst auch schon bei Strohhalmen überlegt. Es ist für die Masse aber bisher einfach noch nicht umsetzbar.

Gibt es etwas, worauf Sie sich am meisten freuen?

Kärst Ich freue mich immer am meisten darauf, glückliche Gesichter zu sehen. Wenn man bei der Veranstaltung sieht, wie viele Leute man wirklich mit Essen und Trinken in den Stadtpark gelockt hat, ist das für mich eigentlich der schönste Moment.

Wie kritisch beäugen Sie denn die Wetterprognose? Bei den vergangenen beiden Festivals war ja zumindest der Freitag sehr verregnet.

Kärst Wir sind schon sehr angespannt, muss ich sagen. Es steht und fällt natürlich mit dem Wetter. Wir haben in den vergangenen Jahren oft Glück gehabt. Und wenn es fieselt, kommen die Remscheider in der Regel trotzdem. Ich würde mich aber freuen, wenn wir Freitag- und Samstagabend gutes Wetter haben.

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