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Helios Klinikum Niederberg will 2024 in Neubau umziehen

Pläne vorgestellt : Klinikum will 2024 in Neubau umziehen

Die Bauanträge sollen Ende April eingereicht werden. Bis zur Fertigstellung läuft der Betrieb im alten Haus weiter.

„Wir haben es geschafft, hier im Haus eine gute medizinische Qualität aufzubauen, das sieht man uns aber von außen noch nicht an.“ Wenn man Dr. Markus Bruckner, den Ärztlichen Direktor des Helios Klinikums Niederberg, fragt, worauf er sich am meisten im neuen Klinikum-Gebäude freut, dann kann er sich kaum entscheiden: „Natürlich macht es auch einfach mehr Spaß, in einem neuen Gebäude zu arbeiten, vor allem aber steht die Effizienz im Vordergrund. Jetzt müssen wir zum Teil drei Stockwerke laufen, um beispielsweise mit einem Patienten zu arbeiten, im Neubau sind die Abteilungen so geplant, dass Abteilungen so nebeneinander liegen, dass man besser zusammen arbeiten kann.“

Gestern präsentierten er und Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse gemeinsam mit den Ingenieuren Olaf Johanns und Thilo Semisch aus der Projektplanung, sowie mit den Bürgermeistern der Städte Velbert und Heiligenhaus, die Pläne für den hochmodernen Klinik-Neubau: den Gesundheitscampus auf 32.700 Quadratmetern Bruttogrundfläche. „Der Bauantrag soll Ende April gestellt werden, wir rechnen dann mit einer Fertigstellung des Baus selbst zum Jahresende 2023 und wollen im Laufe 2024 einziehen“, erklärt Cruse.

Die Besonderheit: Das neue Haus soll auf dem süd-westlichen Teil des Grundstückes, also auf der Parkwiese hinter dem jetzigen Gebäude entstehen – der Betrieb im alten Haus kann also weiter laufen. Der Mutterkonzern der Helios-Gruppe investiert rund 100 Millionen Euro in das neue fünfstöckige Haus mit hellen Fronten und die notwendige Technik. Und auch wenn zwischenzeitlich einmal andere Möglichkeiten im Raum standen, wie der Neubau auf der linken Seite des Grundstücks, mit den aktuellen Plänen kehren die Planer zu der Idee zurück, mit der Helios 2015 den Zweckverband der Städte Heiligenhaus und Velbert zum Verkauf an sie überzeugen konnte. „Soweit ich weiß, war das die drittgrößte Krankenhaus-Transaktion in der Bundesrepublik“, sagt der Heiligenhauser Bürgermeister Michael Beck.

Sein Velberter Amtskollege Dirk Lukrafka erinnert sich an eine „schwere Zeit“, die man damals angesichts der notwendigen hohen Investitionen des Gebäudes hatte: „Ein Neubau war damals die Grundlage im Vergabeprozess.“ Das Großbauprojekt, das, wie Klinikumschef Cruse betont, eng mit den Nutzern, vor allem dem medizinischen Personal abgestimmt ist, trage auch deswegen den Gesundheitscampus, als dass hier auch außerhalb des Klinikums die medizinischen Angebote, wie durch mehrere Facharztpraxen oder eine Apotheke, ergänzt werden sollen.

Der mit Asbest belastete Altbau soll nach dem Umzug, wie Planer Thilo Semisch schätzt, in etwa einem Jahr abgerissen werden. Grünflächen sollen erhalten werden. Die Straße, die vom Kreisverkehr der Robert-Koch-Straße in Richtung Klinikum führt, wird dann verlängert und mündet in einen Wendehammer an dem auch eine Bushaltestelle errichtet werden und eine Cafeteria zum Verweilen einladen soll. Auf der Grundfläche des alten Hauses entstehen dann Kurzzeitparkplätze.

Im Bau selbst, der hell und lichtdurchflutet sein soll, wie Cruse erklärt, stehen kurze Wege und eine enge Verzahnung der einzelnen medizinischen Bereiche im Fokus. Gebaut werden Zimmer für ein bis drei Patienten: Ziel sei aber die Belegung mit möglichst zwei Betten. Eine weitere Besonderheit wird der Ausbau der psychiatrischen Abteilung.