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Ratingen: SPD fordert Abgrenzung zur AfD

Ratingen : SPD fordert Abgrenzung zur AfD

Das Brauchtum müsse sich klar positionieren, fordern die Sozialdemokraten.

(kle) Die Ratinger SPD verfolgt den Umgang des Düsseldorfer Brauchtums mit der AfD sehr genau. Wolfgang Rolshoven, der Baas der Düsseldorfer Jonges, hatte sich in einem Zeitungsbeitrag deutlich positioniert. Im Brauchtum sei die Haltung klar: keine AfD. „Wehret den Anfängen“, meinte er. Rechtsextremismus und Antisemitismus lehnte der Heimatverein ab, Vertreter der AfD würden nicht eingeladen.

Karnevals-Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann sagte ebenso deutlich: „Von der AfD wird niemand eingeladen“. Das gilt auch für die Sebastianer-Schützen, Veranstalter der Rheinkirmes. „AfD-Mitglieder haben bei uns nichts verloren“, meinte Schützenchef Lothar Inden. Diese Haltung in der Landeshauptstadt beeindruckt Christian Wiglow, den SPD-Fraktionsvorsitzenden. Ihn stört, dass bei vielen Brauchtumsveranstaltungen in Ratingen die AfD „wie eine ganz normale Partei wahrgenommen und in einem Atemzug mit den anderen Parteien begrüßt“ werde. „Gerade diese Normalität ist doch das Problem“, meint er, „wir dürfen Rechtsextremismus nicht als gegeben hinnehmen, sondern wir müssen ihn ächten“. Elisabeth Müller-Witt, die SPD-Ortsvereinsvorsitzende, ergänzt: „Wir würden es sehr begrüßen, wenn die Ratinger Brauchtumsvereine sich an denen in Düsseldorf ein Beispiel nehmen und ebenfalls klare Kante zeigen. Unser Brauchtum hat eine Vorbildfunktion in Sachen Respekt und Toleranz.“