Heiligenhaus: Fit für die Firma

Heiligenhaus : Fit für die Firma

Schüler des Kant-Gymnasiums entwickelten im Kunstunterricht Prospekte für die Heiligenhauser Elektronik-Firma Helbako. Zentrales Thema darin: Ausbildung.

Unter dem Thema „Werbung“ wagte der Kunstkurs der 11. Klasse des Immanuel-Kant-Gymnasiums einen Ausflug in die Wirtschaftswelt. Der Automobilzulieferer Helbako an der Weilenburgstraße bot diese Möglichkeit im Rahmen seiner Kooperation mit dem Gymnasium an, die von der Kunstlehrerin Alessandra Nitsch aufgegriffen wurde.

Die Schüler sollten für das mittelständische Unternehmen ein Werbefaltblatt entwickeln, das für die Ausbildungsberufe bei Helbako wirbt. Wie Werbung funktioniert und worauf zu achten ist, erklärte Helbako-Sprecher Gerold Wenzens in einen Vortrag während des Kunstunterrichtes. Er schwor die Klasse auch auf die Realität in der Wirtschaft ein: „Für die Ausbildungsmöglichkeiten bei Helbako muss euer Flyer werben, für euer Konzept müsst ihr werben. Nur wenn Produkt und Präsentation überzeugen, könnt ihr euch durchsetzen.“

Produkt nebst Präsentation

Danach hatten die Schüler drei Wochen Zeit für die Umsetzung des Werbeflyers, der jeweils in Kleingruppen konzipiert, produziert und schließlich vor einer Jury präsentiert werden sollte.

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Viele nutzten die Möglichkeit, ihren „Auftraggeber“ bei einer Betriebsbesichtung genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie führten Interviews mit den Auszubildenden und Mitarbeitern des Automobilzulieferers, der knapp 250 Mitarbeiter beschäftigt. Und auch zahlreiche Fotos wurden gemacht, um sie später in das Faltblatt einzuarbeiten. So entstanden 11 verschiedene Entwürfe, die viel Engagement über die normale Unterrichtszeit hinaus erforderten, wie Lehrerin Alessandra Nitsch von ihrem Kurs zu berichten weiß. Richtig spannend wurde es dann für die Schülerinnen und Schüler, als es galt, die Jury mit einer Präsentation für die Konzepte zu begeistern.

Neben der Geschäftsleitung von Helbako (Ralf Burmester, Ulf Zimmermann und Uwe Benkel) mussten auch der technische Ausbilder Jörg Schmidt und Alessandra Nitsch vom IKG überzeugt werden. Die Juryentscheidung brachte schließlich Ulf Zimmermann auf den Punkt: „Es gab nur gute und sehr gute Flyer“, erklärte Zimmermann zufrieden.

„Anspruchsvolle Aufgabe“

Während die drei besten Gruppen mit kleinen Sachpreisen prämiert wurden, erhielt der gesamte Kurs noch einen finanziellen Zuschuss zur Abi-Kasse. Viel wichtiger als die Preise findet Alessandra Nitsch jedoch die Erfahrungen, die ihre Schüler sammeln konnten: „Das war schon eine anspruchsvolle Aufgabe, die der Kurs gemeistert hat. Sie mussten sich in die Zielgruppe und den Auftraggeber hineindenken und dabei die Wirkung von Werbung beachten. Aber auch die Einblicke in ein mittelständisches Unternehmen und das Präsentieren vor einer Jury sind wertvolle Erfahrungen“, so Nitsch.

„Eine sehr gelungene Aktion“, findet auch Geschäftsführer Ralf Burmester und bedankte sich bei den Jugendlichen. Die besten Anregungen aus den präsentierten Flyern wird Helbako in seinem endgültigen Prospekt übernehmen. Der Prospekt wird dann in Jugendtreffpunkten ausgelegt, um für die Ausbildungsberufe bei Helbako zu werben.

(RP)
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