Neuss: Stefan Hahn bleibt Beigeordneter in Neuss

Neuss : Stefan Hahn bleibt Beigeordneter in Neuss

Bei der Abstimmung der Bonner CDU über ihren Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl ist der Neusser Beigeordnete Stefan Hahn haushoch seinem Mitbewerber Ashok Sridharan unterlegen.

Die Mitgliederversammlung hat am Samstag Hahns Konkurrenten mit 215 von 251 Stimmen zum Kandidaten für die Wahl am 13. September gekürt - Hahn bekam 36. Der Neusser Dezernent, der mit seiner Familie in der Nähe von Bonn lebt, macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Nicht über die Niederlage an sich, sondern über das schlechte Ergebnis. "Ich wusste, dass es schwer werden würde", sagt der 46-Jährige - unter anderem auch, weil sein Kontrahent in Bonn geboren sei, in der Nähe der Stadt arbeite und sicherlich besser "verdrahtet" sei.

Zumindest sei ihm von den Bonner Parteifreunden vielfach versichert worden, dass das Ergebnis in diesem Abstand nicht die Qualität der beiden Bewerber widerspiegele. Für eine solche Kandidatur brauche man ein Lager, meint Hahn, "das war bei mir eher nicht der Fall". Und so vermutet er, dass das "einer von vermutlich vielen Gründen" für das Scheitern seiner Bewerbung gewesen sei.

Gleichwohl betont er, dass es richtig war, die Chance zu ergreifen, Oberbürgermeister-Kandidat zu werden: "Nun schaue ich wieder nach vorn." Abhaken und weitermachen sei seine Devise. Und es freut ihn, dass die Neusser Reaktionen zwar von Bedauern für ihn persönlich, aber von Zufriedenheit über seinen Verbleib geprägt waren.

(hbm/-nau)
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