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Neuss: Prominente Vorleser in der Münsterschule

Neuss : Prominente Vorleser in der Münsterschule

Politiker, Schützen und Karnevalisten traten gestern beim bundesweiten Tag des Vorlesens auf.

Gestern drückten sie noch einmal die Schulbank: Neusser Persönlichkeiten aus Politik, Brauchtum, Sport und Kultur, die als Vorlesepaten zum bundesweiten Vorlesetag in die Münsterschule, die älteste Schule der Stadt, gekommen waren. Eine halbe Stunde lang lasen sie den 193 Grundschülern vor, standen ihnen dann Rede und Antwort.

So verschieden die Lesepatenwaren, so unterschiedlich war auch deren freiausgewählte Literatur. Für den Klassiker "Wir Kinder aus Bullerbü" von Astrid Lindgren hatte sich das Neusser Schützenkönigspaar Susanne und Markus Reipen entschieden. Heidi Oldenkott-Gröhe, deren vier Kinder die Münsterschule besuchten, hat diesen viel vorgelesen. Das Buch "Der dicke fette Pfannekuchen" von Anne Hiesler gehört ihrem Sohn Bernhard, der es 1996 von seinen Großeltern geschenkt bekommen hatte. Für Janoschs Geschichte "Ich mach Dich gesund, sagte der Bär" um den kleinen kranken Tiger, dessen Streifen verrutscht sind, hatte sich Jutta Stüsgen entschieden. Ihr Mann Rolf Büschgens, mit dem sie das Neusser Prinzenpaar bildet, las aus einer kindgerechten Fassung der "Schatzinsel" vor.

Ebenfalls einen Klassiker hatte Reiner Breuer, SPD-Landtagsabgeordneter und Bürgermeisterkandidat, ausgewählt: "Max und Moritz" von Wilhelm Busch. "Die tollen Zeichnungen werde ich per Beamer zeigen", so Breuer. Sein Konkurrent bei der Bürgermeisterwahl, Thomas Nickel (CDU), der keine eigenen Kinder hat, hatte sich beraten lassen und "Tafiti und die Reise ans Ende der Welt" von Julia Boehme mitgebracht. Auch zwei Autorinnen von Kinderbüchern, Nicola Grosch und Christiane Wünsche, traten als Lesepaten an, ebenso das Ehepaar Catrin und Amin El Gendi vom Lions Club Helen Keller Neuss.

"Total überwältigt" von der Resonanz auf ihre Einladungen ist Cordula Clemens, seit dem Sommer auch offiziell Schulleiterin. Die bunte Mischung an Vorlesern passe zu ihrer Schule, die von 193 Kindern aus insgesamt 33 Nationen besucht wird, findet sie: "Lesen verbindet über Kulturen, Religionen und Nationalitäten hinweg."

(NGZ)