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Sportbegabte Kinder konnten sich bei der „Talentiade“ in Neuss ausprobieren.

Kooperationsprojekt „Neuss macht mobil“ : Schnupperangebot für Sporttalente

Besonders sportbegabte Kinder konnten sich bei der „Talentiade“ ausprobieren.

Junge Sporttalente und vielleicht sogar künftige Spitzensportler hatten am Samstag die Möglichkeit, bei der ersten Talentiade in Neuss unterschiedliche Vereine und ihr Angebot kennen zu lernen. Mehr als 125 Kinder machten rund um die Elmar-Frings-Sporthalle davon Gebrauch.

Im Rahmen des neuen Kooperationsprojekts „Neuss macht mobil“ von Stadt und Stadtsportverband wurden zum ersten Mal alle Schüler der zweiten Klasse einem „Mobilitäts-Check“ unterzogen. Jedes Kind bekam mit seinem Ergebnis einen Tipp für weitere sportliche Betätigung, doch nur die Talentiertesten unter den Sieben- bis Achtjährigen wurden zur Talentiade eingeladen.

Das Angebot für sie war groß. Insgesamt zehn Vereine, in denen auch Leistungssport betrieben wird, stellten sich vor. Jede der dabei besetzten Stationen lockte mit einer anderen sportlichen Herausforderung. Mit dabei: Neusser Ruderverein, KSK Konkordia, HSG Neuss/Düsseldorf, TG Neuss, Tae-Kwon-Do Club Neuss, DJK Rheinkraft, TC BW Neuss, VfR Büttgen, Neusser Eishockey Verein und HTC Schwarz-Weiß Neuss. So konnte ein breites Spektrum – von Rudern, Leichtathletik, Geräte-Turnen, Ringen, Eishockey, Volleyball, Radsport bis zu Tennis – ausprobiert werden. Aber auch Klassiker wie Fußball, Handball und Basketball konnten (neu) entdeckt werden. Dieses große Angebot benötigte  entsprechend viel Platz. Und so musste der ein oder andere Fußmarsch zwischen den Stationen eingelegt werden, da neben der Elmar-Frings-Halle auch die der Dreikönigenschule, des Alexander-von-Humboldt- und des Nelly-Sachs-Gymnasiums sowie der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule genutzt wurden. Und natürlich die Ludwig-Wolker-Anlage und die Tennisanlage des TC Grün-Weiß Reuschenberg. Damit auch alle Kinder an der richtigen Station ankommen, halfen Freiwillige beim Standortwechsel.

Die Kinder hätten erkennbar Spaß, seien motiviert und neugierig, erzählt Annette Weeres, Jugendwartin des HTC Schwarz-Weiß, der sich mit Feldhockey vorstellte. Bei den einzelnen Stationen wurden Grundzüge der Sportarten auf spielerische Weise vermittelt. Die Kinder konnten dadurch viele unterschiedliche Übungen und Spiele ausprobieren, die Vereine hatten andererseits die Möglichkeit, junge Talente zu sichten und, im besten Fall, für ihren Verein zu gewinnen. Für die Eltern war Platz auf den Zuschauertribünen und für ihre Fragen standen die Vereine zur Stelle, erklärt Gösta Müller vom Stadtsportverbands. Er betonte, dass es nicht bei der Talentiade bleiben soll. Für die Zukunft seien weitere Aktionen in Planung, um das Projekt „Neuss macht mobil“ voranzutreiben. So sollen Fördergruppen für motorischen Fähigkeiten entstehen, außerdem ist ein zweiter Check der Kinder in der fünften Klasse geplant.