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Neuss: Moderner Neubau für die Kita Heilig Geist

Neuss : Moderner Neubau für die Kita Heilig Geist

Ende des Monats soll die Kita Heilig Geist abgerissen werden, um Platz für einen modernen Neubau zu schaffen. Die Kinder müssen derweil auf "ihren" Kindergarten nicht verzichten: Im Pfarrzentrum wird ein Provisorium eingerichtet.

Die Kita Heilig Geist in der Neusser Nordstadt steht kurz vor dem Abriss: Bald schon soll dort eine komplett neue, moderne Kindertagesstätte entstehen, die auch auf die Betreuung von unterdreijährigen Kindern ausgerichtet ist.

"Zunächst wird nun das Pfarrzentrum umgebaut, damit wir dort eine Interimslösung für die Kinder schaffen können", erläutert Karl-Heinz Stucke, der im Kirchenvorstand für das Bauprojekt zuständig ist. Ende des Monats sollen dann Abriss und Neubau der Kindertagesstätte am Weißenberger Weg folgen.

1,4 Millionen Euro kostet das Projekt, das durch Landeszuschüsse und Mittel des Erzbistums Köln ermöglicht wird. "Zunächst hatten wir an eine Sanierung gedacht", erzählt Kirchenvorstand Stucke. Doch im Laufe der Planungen stellte sich heraus, dass sich die Kosten dafür auf knapp eine Million Euro belaufen hätten. "Deswegen kam schließlich der Neubau ins Gespräch", sagt Stucke, der glaubt, dass sich die Mehrkosten langfristig lohnen. "Wir machen diese Kita nun fit für die Zukunft", sagt Stucke.

Derzeit werden in der katholischen Kindertagesstätte drei Gruppen betreut — das soll auch so bleiben, mit einem Unterschied: Nach dem Neubau werden alle drei Gruppen auch Kinder unter drei Jahren aufnehmen können. "Das ist uns wichtig, weil die Nachfrage für diese Altersgruppe spürbar steigt", erläutert Stucke.

Zuständig für den Neubau am Weißenberger Weg ist der Grevenbroicher Architekt Markus Schmale, dessen Architekturbüro bereits mehrere Kitas verantwortet hat, in der Nordstadt ist er zum Beispiel auch für den geplanten Neubau im Barbaraviertel zuständig. Für die Kindertagesstätte Heilig Geist plant er eine für ihn sehr typische "klassisch-moderne" Bauweise mit klaren Formen, großen Fensterfronten und Flachdach.

Wichtig sei ihm in der Planung gewesen, die Umgebung mit einzubeziehen, erzählt Schmale. "Der Neubau soll auch den Kirchplatz aufwerten", sagt der Architekt. So liegt der Zugang zum neuen Kindergarten nicht mehr am Verbindungsweg zum Weißenberger Weg, sondern vis à vis zum Gemeindezentrum am Kirchplatz. Die neue Kita bekommt an dieser Seite eine rötliche Klinkerfassade, um sich optisch an die Umgebung anzupassen. Schmale, der auch den Umbau im Pfarrzentrum mit betreut, hat für den neuen Kindergarten darüber hinaus mehrere "Besonderheiten" geplant. So hat er den Mehrzweckraum vom daneben liegenden Eingangsbereich mit einer große Faltwand getrennt. "Bei Veranstaltungen kann so ein großer Raum entstehen", erläutert der Architekt. Außerdem hat er drei Licht-Patio-Höfe in den Neubau integriert, die den Kindern den Eindruck vermitteln, sie spielten unter "freiem Himmel". Ganz neu gestaltet wird auch das Außengelände der Kindertagesstätte, unter anderem ist dort eine Rollerbahn geplant.

Den "Abgabetermin" hat Schmale auch im Blick: Zum Kita-Jahr 2014/15 soll der Neubau fertig sein.

(NGZ/ac)