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Neuss: Sekundarschule noch nicht gesichert

Neuss : Sekundarschule noch nicht gesichert

Das vorgezogene Anmeldeverfahren für die drei Gesamtschulen und die neue Sekundarschule hat ein Ergebnis erbracht, das nach Überzeugung der Schulausschuss-Vorsitzenden Stephanie Wellens (CDU) Konsequenzen haben muss. Denn obwohl die Sekundarschule als Schulform eines längeren gemeinsamen Lernens zusätzlich etabliert wird, ist die Zahl der Kinder, die von den drei Gesamtschulen abgewiesen werden müssen, beinahe so hoch wie im Vorjahr.

Dem im vergangenen November gefassten Beschluss des Rates eine Sekundarschule zu errichten, waren Informationsveranstaltungen und eine abschließende Befragung all jener Eltern gefolgt, deren Kinder in diesem oder dem nächsten jahr an eine weiterführende Schule wechseln. Das Ergebnis werteten Verwaltung und die Koalition von CDU/FDP als klares Elternvotum für diese Schulform. Denn 223 Eltern antworteten auf die Frage, ob sie ihr Kind an der Sekundarschule anmelden würden mit "ganz bestimmt", 482 mit "eher ja". Tatsächlich angemeldet wurden 69 Kinder.

Weil an den drei Gesamtschulen 169 Kinder — exakt ein Drittel der Angemeldeten — abgewiesen werden muss, geht Schuldezernentin Christiane Zangs "mit Sicherheit" davon aus, dass einige davon nun an der Sekundarschule angemeldet werden. 75 Kinder müssen es mindestens sein, damit im Gebäude der Hauptschule Gnadentaler Allee die Sekundarschule starten kann — und diese Zahl ist in Reichweite. 69 Anmeldungen wertet Zangs deshalb als Erfolg, betont aber, dass es sich nur um einen Zwischenstand handelt. Am 18. Februar gebe es noch eine koordinierende Sitzung mit den Schulleitern, so Zangs, und erst am 1. März müsse der Bezirksregierung mitgeteilt werden, ob die neue Schule zustande kommt. Anmeldefrist für die anderen weiterführenden Schulen ist vom 4. bis 6. März.

Auch Stephanie Wellens spricht von einem guten Ergebnis. Sie begrüßt das Konzept der designierten Schulleiterin Anja Bentele-Brückner mit einer, so Wellens, "eindeutigen Ausrichtung auf gewerblich-technische Berufe". In der Debatte um die weiterführenden Schulen, die angesichts der Zahlen geführt werden müsse, tendiert sie aber zu einer zweiten Sekundarschule.

(NGZ/ac)