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Nettetal: Ein Spielplatz für viele Generationen

Nettetal : Ein Spielplatz für viele Generationen

In Breyell entsteht mit Hilfe des Konjunkturpaketes II ein Generationenspielplatz. Diese Entscheidung hat der Planungsausschuss nach einer engagierten Diskussion getroffen. "In Breyell gibt es kaum Spielplätze" stellte die Leiterin des Grünflächenamtes Heike Meinert fest, "daher ist die Einrichtung eines Spielplatzes dringend erforderlich." Als Standort soll eine derzeit noch landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen der A 61 und dem Breyeller Seniorenheim.

Auf dem Spielplatz soll der Aufenthalt für Kinder ebenso attraktiv sein, wie für ältere Menschen. Als Besonderheit ist ein Mehrgenerationengerät geplant, an dem sowohl Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene koordinative Übungen machen können. Dazu sollen moderne Trim-dich-Gerätesowie ein "Hochbeet zur Aufwertung und ein Jubiläumswald" kommen,berichtete Meinert.

Auf die Frage von Rolf Spitzkowsky (SPD) nach dem Bedarf und der Anzahl der Kinder in der Umgebung, antwortete die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche, das Einzugsgebiet des Spielplatzes sei sehr weitreichend geplant und die Nachfrage reiche quer durch die Bevölkerung. Spitzkowsky übte auch Kritik an den Geräten, die er für "nicht passend" hält. Fritzsche erwiderte, dass noch über Einzelheiten diskutiert werden könne. Die Zeit sei allerdings begrenzt, damit das Geld für die Anpachtung der Fläche aus dem Konjunkturpaket II beantragt werden könne. Parteiübergreifend gab es Kritik an der zeitlichen Umsetzung der Beschlussvorlage.

Guido Gahlings sieht in dem Projekt "Sozialromantik", vor dem Hindergrund, dass Jugendliche in Breyell schon von mehreren Standorten vertrieben worden seien. Fritzsche betonte, dass dort eine Vermischung der Generationen stattfinden solle, Jugendliche sich dort aufhalten können, aber keinen Rückzugsraum fänden, an dem sie allein unter sich wären. Über die Öffnungszeiten werde man noch einmal nachdenken, bei den umliegenden Bewohnern gebe es aber keine Bedenken.

Christian Stein (CDU) sieht in dem Konzept "eine gute Sache" und betonte, dass er es begrüßen würde, wenn sich auch Jugendliche auf dem Spielplatz aufhielten. Der Ausschuss stimmte einstimmig für die Errichtung des Generationenspielplatzes, auch wenn noch Einzelheiten geklärt werden müssten.

(RP)