Nettetal: Drei Orchester auf einer Bühne

Nettetal: Drei Orchester auf einer Bühne

In der Werner-Jaeger-Halle wurde es beim Akkordeon-Konzert am Sonntag eng

Das Akkordeonorchester 1960 Bracht, das Akkordeonorchester Waldniel und das Akkordeonorchester der Kreismusikschule Viersen zusammen bei einem Konzert - das gab es am Sonntag in der Werner-Jaeger-Halle in Lobberich. Matthias Hennecke, seit 2014 NRW-Landesvorsitzender vom Deutschen Harmonika Verband, würdigte in seiner Begrüßung die organisatorische Leistung, die dies möglich gemacht hatte.

Die Initiative ging von der Viersener Kreismusikschule aus: "Man kannte sich schon lange und wollte mal ein gemeinsames Konzert machen." Da durfte das Akkordeonorchester der Kreismusikschule Viersen dann auch den Auftakt geben. Engagiert erinnerten die jungen Spieler an die Entstehungszeit des Rock'n'Roll. Verständlicherweise hatte "Rock around the clock" noch nicht ganz das Tempo und die Vitalität, mit der in den 1950er-Jahren ein Bill Haley die Wände zum Wackeln brachte. Aber mit einer sorgfältigen Einstudierung durch die Leiterin Ute Perlick-Doby gefielen die Viersener, genauso wie mit einer Suite über James-Bond-Filmmusik und dem beliebten Libertango von Astor Piazolla.

Ein gutes Gefühl für Rhythmus zeichnete das Akkordeonorchester Bracht unter seiner Dirigentin Petra Jansen aus. Mit pfiffigen Arrangements erklangen auch hier schmissige Weisen wie der "Tango für Claude" oder "Tijuana Taxi".

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1966 gründete der unvergessene Willi Gehlen das Akkordeonorchester Waldniel. Inzwischen hat seine Tochter Ursula Spee die Leitung übernommen. Gleich die ersten Takte von Rossinis "Ouvertüre Regina" ließen erkennen, dass Dynamik und rhythmische Präzision ernst genommen werden. Gehlen lebt im Repertoire des Orchesters fort, so in "Cha Cha Time", einem munteren Potpourri, mit dem das Arrangement Evergreens wie "Tea for Two" in Erinnerung brachte.

Zum Abschluss bildeten alle drei Orchester unter dem Titel "Akkordeonissimo" einen gemeinsamen Klangkörper. Dabei wurde es auf der ohnehin nicht sehr großen Bühne der Halle etwas eng. Die drei Dirigentinnen übernahmen jede ein Stück: Petra Jansen dirigierte "Concerto d'Amore", Ursula Spee den Paso doble "Manuela" und Ute Perlick-Doby den "Fluch der Karibik."

Aus dem musikalischen Fluch wurde indes ein Publikumserfolg, so dass es nach herzlichem Beifall "Da Capo" hieß.

(-tr)
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