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Das Land legt das Förderprogramm "Heimat" mit einem Volumen von 150 Millionen Euro auf

Land fördert Leader-Region : Projekte sollen Vielfalt der Heimat deutlich machen

Das Land hat das Förderprogramm „Heimat“ mit einem Volumen von 150 Millionen Euro aufgelegt. In der Auswahl sind auch Projekte aus Nettetal.

Vor etwa zwei Jahren hat das Regionalmanagement in der Leader-Region „Leistende Landschaft“ (Lei.La) seine Arbeit aufgenommen. Leader steht als Abkürzung für das französische „Liason entre Actions de Développement de l‘Economie Rurale („Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“). Es wurden in den an Lei.La beteiligten Städten Nettetal, Geldern, Kevelaer und Straelen bisher 13 Projektideen entwickelt. Ein Auswahlgremium entscheidet, für welche Vorhaben Fördermittel bereitgestellt werden.

„Es geht darum, Geld für lokale Projekte auch hier auszugeben“, sagt Kevelaers Bürgermeister Dominik Pichler, der Lei.La-Vorsitzende. Bei der Vielzahl von Finanzierungsquellen sieht Regionalmanagerin Ute Neu eine ihrer Aufgaben darin, „Lotse im Förderdschungel“ zu sein. In einem Pressegespräch  stellte sie jetzt das Förderprogramm „Heimat“ vor.

Dafür stellt die Landesregierung bis 2022 rund 150 Millionen Euro bereit. Ziel ist es, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern sowie die Vielfalt sichtbar werden zu lassen. In fünf Elemente ist die Heimatförderung, die vor allem ehrenamtlich Engagierte ansprechen soll, gegliedert, abgestuft nach Fördervolumen und  laut Ute Neu auch nach bürokratischem Aufwand.

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Heimat-Scheck Das ist der kleinste und bürokratisch einfachste Baustein. Die Zuwendungshöhe beträgt 2000 Euro je Vorhaben, etwa zur Heimat und Heimatgeschichte. Menschen sollen für lokale und regionale Besonderheiten begeistert werden.

Heimat-Preis Hier gehen die Zuwendungen nur an Kommunen, und zwar an Kreise bis 10.000 Euro, an kreisfreie Städte bis 15.000 Euro, an Kreiskommunen 5000 Euro. Die Kommune lobt einen vom Land finanzierten Preis für innovative Heimatprojekte aus. Dafür ist ein Rats- oder Kreistagsbeschluss erforderlich. Die Preiskriterien müssen sich an Heimat und Heimatgeschichte orientieren.

Heimat-Werkstatt Diese Förderung, je Projekt mindestens 40.000 Euro, ist für Kommunen sowie private und gemeinnützige Organisationen gedacht. Das Geld ist für Vorhaben, die Menschen miteinander in Diskussions- und Arbeitsprozesse bringen; dabei geht es um die Frage der lokalen Identität. Anschließend sollen die Ergebnisse auch für diejenigen sichtbar werden, die nicht an der Erarbeitung mitwirkten, etwa durch einen Film oder eine Ausstellung.

Heimat-Fonds Empfänger dieser Zuwendung sind die Kommunen. Der Landesanteil beträgt im Einzelfall maximal 40.000 Euro. Das Land und die Kommune bilden einen örtlich zu verwaltenden Fonds mit Zweckbestimmung. Dabei wird für jeden Euro des Landes ein Euro durch die Kommune eingezahlt, gegebenenfalls auch über lokale Sponsoren.

Heimat-Zeugnis Diese Zuwendung beträgt je Projekt mindestens 100.000 Euro und geht an Kommunen sowie private und gemeinnützige Organisationen. Gefördert wird die zeitgemäße, interessante Aufarbeitung und öffentliche Präsentation lokaler und regionaler Geschichte, von Traditionen sowie von lokalen und regionalen Besonderheiten. Heimat-Zeugnisse sollen Orte sein, an denen in herausragender Weise lokale und regionale Besonderheiten sowie die mit dem Ort oder dem Bauwerk verbundene Geschichte erlebbar gemacht werden. Wie in einem „Lernort“ sollen sich die Menschen über das Identitätsstiftende austauschen können.

Info Infoveranstaltung über das Förderprogramm „Heimat“ am Dienstag, 14. Mai, 18 Uhr, Bürgerforum des Rathauses in Geldern, Issumer Tor. Referent ist Dr. Johannes Mehlitz, stellvertretender Leiter der Stabsstelle Heimat des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Anmeldung bis Sonntag, 12. Mai per E-Mail an info@leader-leila.de oder unter Ruf 02831 1348271