Innenstadt in Moers: Immer weniger Stände auf dem Wochenmarkt

Innenstadt in Moers : Immer weniger Stände auf dem Wochenmarkt

Wo früher bis zu 40 Stände aufgebaut waren, herrscht jetzt vor allem dienstags Leere. Manchmal sind es nur noch 25 bis 30 Plätze.

Der Wochenmarkt dienstags und freitags gehört für viele Moerser zum Stadtbild. Blickt man dieser Tage jedoch in Richtung Neumarkt, fallen einem immer weniger Stände ins Auge. Besonders dienstags scheint der Markt eher spärlich bestückt zu sein.

Das ist auch der Stadt aufgefallen. Vor allem bei speziellen Witterungsbedingungen wie starker Hitze oder Kälte bleibt laut Stadtsprecher Klaus Janczyk eine dichte Aufstellung von Marktbeschickern mit ihren Ständen aus. "Das war vor Jahren mal anders, da gab es sogar Wartelisten, da es für die interessierten Marktbeschicker nicht genug Platz gab", erklärt Janczyk. Diese Nachfrage sei mittlerweile deutlich zurückgegangen.

Momentan seien in der Innenstadt nur noch 25 bis 30 Stände zu finden. Bei gutem Wetter könne man um die 35 bis 40 Stände zählen. Die Stadtverwaltung hat laut Janczyk bereits auf diese Abnahme an Ständen reagiert und für Tage, an denen Lücken zu erwarten waren, andere Marktbeschicker angefragt. Jedoch sei niemand dabei gewesen, der sich mit seinem Stand in Moers hatte hinstellen wollen. In verschiedenen Stadtteilen wie beispielsweise Repelen wurde die Fläche für den Markt aufgrund fehlender Stände bereits verkleinert, um Lücken vorzubeugen. Da Stammkunden sich danach richten würden, ihren Stand immer an der gleichen Stelle vorzufinden, können sich die Marktbeschicker laut Janczyk in der Innenstadt nicht flexibel umstellen, um auf diese Weise Lücken zu füllen. In Meerbeck wurde die Oberfläche des Marktplatzes verbessert, indem für eine bessere Stromanbindung gesorgt wurde.

Die Marktbeschicker hätten zu Ostern und zum Erntedankfest kleine Gewinnspielaktionen veranstaltet, um die Attraktivität des Marktes in den Gedächtnissen der Menschen wieder hervorzuheben. Auch an den Preisen könne die Abnahme an Ständen nicht liegen. "Wir sind da mit 50 Cent pro angefangenem Quadratmeter schon günstig", sagt er. Er sieht diese Veränderung eher als Ergebnis einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. "Die Kunden gucken heute lieber nur, konsumieren aber nicht direkt", so Janczyk. Die Verwaltung wolle sich demnächst mit den Marktbeschickern zusammensetzen, um zu besprechen, welche Maßnahmen ergriffen werden können. Im Hauptausschuss vor den Sommer soll das Thema politisch betrachtet werden.

(RP)