Erntedankfest / Erntedank 2018 - alle Infos

Erntedankfest / Erntedank 2018 - alle Infos (Foto: klaus dieker)
Erntedankfest

Das Erntedankfest ist ein nichtgesetzlicher Feiertag in der Religion des Christentums. Die Christen danken hierbei zum einem Gott für die Erträge der Ernte, zum anderen wird die Freude über die Ernte an sich zum Ausdruck gebracht.

Die Gläubigen feiern das Fest entweder in der Kirche oder nehmen an regionalen Prozessionen in den Gemeinden teil. Im Gegensatz zu evangelischen Gemeinden, die das Erntedankfest am 29. September, dem Michaelistag oder am darauf folgenden Sonntag feiern, begehen die Katholiken den Feiertag am ersten Sonntag im Oktober. Dementsprechend findet das Erntedankfest 2018 am 7. Oktober 2018 statt.

Diese Regelung wurde auf der deutschen Bischofskonferenz im Jahr 1972 beschlossen. Somit steht jeder Gemeinde frei, ob und wann das Fest stattfindet. Das Erntedankfest wurde schon vor der Zeit des Christentums veranstaltet, doch kann erst seit dem dritten Jahrhundert in der katholischen Kirche nachgewiesen werden.

Im evangelischen Glauben erlangte das Fest erstmals nach der Reformation weitreichende Bekanntheit.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde in den Jahren von 1933 bis 1937 jeweils am ersten Sonntag nach dem Michaelistag das Reichserntedankfest auf dem Bückeberg in der Nähe von Hameln gefeiert. Es galt, neben dem Reichsparteitag in Nürnberg und dem ersten Maifeiertag, als die größte Veranstaltung der NSDAP.

Erntedankfest kein gesetzlicher Feiertag

Obwohl das Erntedankfest, das nicht nur im Christentum, sondern auch in abgeänderter Form im Judentum gefeiert wird, in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag ist, finden zwischen Mitte September und Anfang Oktober vereinzelt Festzüge statt.

Bekannte Prozessionen finden sind sich beispielsweise in Fürth in Bayern und in Clarholz in Nordrhein-Westfalen. Größere Erntedank-Prozessionen in der Region sind beispielsweise in Witzhelden (Leichlingen) oder in Önkfeld (Radevormwald).

Hierbei wird oftmals kollektiv die Dichtung „Wir pflügen und wir streuen“ gesungen – ein Kirchenlied, das im achtzehnten Jahrhundert von dem deutschen Lyriker Matthias Claudius verfasst wurde und sich heutzutage großer Beliebtheit während des Erntedankfestes erfreut.

Im Mittelpunkt steht jedoch der Gottesdienst, bei dem die Verzierung der Kirche mit Ernteprodukten an den fruchtbaren Boden und die Nahrungsvielfalt der Erde erinnern soll.

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