Moers: Musiker gründen Junge Sinfonie Moers

Moers: Musiker gründen Junge Sinfonie Moers

Kooperation statt Konkurrenz: Mit einem neuen Musikförderprogramm vertieft das Gymnasium Adolfinum seine Zusammenarbeit mit der Moerser Musikschule - unter anderem in Form eines gemeinsamen Orchesters.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres ist am Gymnasium Adolfinum ein außergewöhnliches Musikförderungsprogramm gestartet: Die Schule hat nicht nur das als erfolgreiches "Erweiterungsprojekt" bekannte Drehtürmodell auf den Bereich Musik ausgeweitet. Hier dürfen Schüler, die ein Musikinstrument spielen und in einem der Schulensembles musizieren, in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern phasenweise den Unterricht verlassen und in dieser Zeit auf ihrem Instrument üben oder von ihrer Lehrkraft der Moerser Musikschule unterrichtet werden. Betreut wird die "Drehtür Musik" von Musiklehrer Simon Stockamp. Es wurde außerdem das Musikschulorchester zum Kooperationsorchester zwischen Adolfinum und Musikschule ausgebaut. Dieses Orchester wird unter dem Namen "Junge Sinfonie Moers" frischen Schwung in die Musikszene bringen.

Mit diesem Kooperationsorchester sollen die Musikschüler zeitlich entlastet und eine "nicht sinnvolle Konkurrenz" zwischen Schulensembles und Musikschulorchester vermieden werden. Außerdem stehen dem Orchester durch eine leichte Umstrukturierung der Probenzeiten zusätzliche Lehrerressourcen zur Verfügung. "Der Vorschlag zur Kooperation kam vor einem Jahr vom Adolfinum", berichtet Musikschulleiter Georg Kresimon, der die Idee sofort begrüßte. Nach intensiver Planung ging die Junge Sinfonie Moers jetzt an den Start - und die erste Probe war gleich ein voller Erfolg. Rund 40 Musiker trafen sich im Kammermusiksaal, überwiegend Jugendliche aber auch einige Erwachsene. "Ich freue mich unglaublich", strahlte Kresimon. "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele kommen, und ich finde es ganz toll, dass wir eine so große Besetzung haben." Mit etlichen Streichern, darunter auch Simon Stockamp an der Bratsche, sowie vier Saxofonen, zwei Trompeten, fünf Flöten, Klarinette, Horn, Schlagzeug und Klavier ist das neue Orchester schon gut aufgestellt, aber ein paar Wünsche gibt es trotzdem: "Ein paar tiefe Streicher wären noch schön, und eine Oboe und ein Fagott...." Am 19. Juni wird sich die Junge Sinfonie Moers mit Dvoráks Sinfonie "Aus der neuen Welt" im Sommerkonzert am Adolfinum erstmals öffentlich präsentieren und beim Musikschulfest am 30. Juni ist sie auch mit von der Partie. Die Proben finden dienstags von 18 bis 19 Uhr im Kammermusiksaal des Martinstifts statt. Die Gesamtprobe am ersten Dienstag eines jeden Monats wird ersetzt durch Stimmproben am Adolfinum, die nach festem Probenplan alle zwei Monate samstags von 10 bis 14 Uhr stattfinden und die ein intensiveres Arbeiten und Üben erlauben. Das jeweils einstudierte Programm soll in zwei Konzerten pro Jahr präsentiert werden: als Sommer- bzw. Voradventskonzert in der Musikschule und als Sommer- bzw. Weihnachtskonzert im Adolfinum. Besonders wichtig ist allen Beteiligten, dass die Junge Sinfonie Moers sich nicht nur an Schüler des Adolfinums und der Musikschule richtet, sondern allen interessierten Jugendlichen und Erwachsenen offensteht. Durch die Kooperation ist die Teilnahme an dem Orchester für Schüler des Adolfinums und der Musikschule kostenlos, alle weiteren zahlen ein monatliches Entgelt von zwölf Euro. Informationen unter Tel. 02841/13 33.

(prs)