Fußball: Die Pessimisten sehen sich getäuscht

Fußball : Die Pessimisten sehen sich getäuscht

Gladbachs Auf- und Absteiger halten sich in der Bezirksliga bisher wesentlich besser als erwartet. Nur Rheindahlen bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Gründe: viel Pech und viele Verletzte.

Ein zertifizierter Pessimist hätte vor dem Saisonstart den Mönchengladbacher Bezirksligisten wohl eine beängstigende Prognose dieser Art ausgestellt: Polizei SV und Blau-Weiß Meer müssten als Aufsteiger zu den potenziellen Abstiegskandidaten gezählt werden. Rheydt und Lürrip hatten kurz vor dem Start so viele Personalprobleme, dass auch den beiden Landesliga-Absteigern die Beschäftigung mit der Kreisliga A zu empfehlen wäre. Und schließlich hatte die FC-Reserve zuletzt immer Probleme, die Klasse zu halten. Nur Rheindahlen hätte der Pessimist eine ruhige, gesicherte Saison zugetraut.

Glücklicherweise wurde seitdem Fußball gespielt, und für fast alle Mönchengladbacher Vertreter sieht die Welt sehr gut oder zumindest zufriedenstellend aus, nur eben für Rheindahlen nicht - der SC steht auf einem Abstiegsplatz. "Uns ist das Pech bisher nachgelaufen. Die Zahl der Verletzten war bei uns noch nie so hoch. Zudem fehlte uns dann in einigen Spielen auch das nötige Glück. Aber wir geben auf keinen Fall auf, dazu haben wir zu viel Substanz in der Mannschaft", lässt sich SC-Vorsitzender Norbert Hübner nicht aus der Ruhe bringen.

Dass Rheindahlen am vorigen Sonntag wegen des Spielplans aussetzen musste, wurde beim SC als Geschenk angesehen. "Die Pause hat uns gut getan. Einige angeschlagene Spieler konnten sich erholen. Die Langzeitverletzten, die wieder ins Training eingestiegen sind, machen Fortschritte", hat Norbert Hübner festgestellt. Trainer Manuel Moreira wird also gegen Kapellens Reserve wieder mit einem Team antreten können, dass personell gut besetzt und fit ist. "Aber wir müssen alles geben, denn unser Gegner gehört zu den Spitzenmannschaften der Liga", sagt Norbert Hübner.

Jüchens Trainer Georg Krahwinkel wünscht sich sicher einen Sieg gegen Lürrip, drückt aber auch Holt gegen Kaarst die Daumen. Die Grün-Weißen haben sich inzwischen nach den Startschwierigkeiten gesteigert und können Kaarst Paroli bieten. Punktet Holt und siegt Jüchen, dann ist deren Spitzenposition gegenüber Kaarst verbessert.

Oben dran bleiben will auch Trainer Michael Koch mit dem PSV: "Wichtiger als der Tabellenplatz sind unsere Punkte. Ich hätte nichts dagegen, wenn in Gnadental noch einer hinzu käme." Kollege Fabian Vitz wird gegen Rommerskirchen nach der 0:1-Niederlage beim PSV mit nur einem Punkt nicht zufrieden sein. Gelingt dem RSV gegen Delhoven der vierte Sieg, dann wird der "Spö" bald im sicheren Mittelfeld landen. Da möchte auch Meer hin. Doch mit dem zuletzt übersichtlichen Kader wird es in Grevenbroich nicht leicht werden, zumindest einen Punkt mitzunehmen.

(RP)
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