Handball: Beim TVK ist momentan der Wurm drin

Handball : Beim TVK ist momentan der Wurm drin

Im Derby der 3. Liga unterlagen die Korschenbroicher 19:24 gegen die HSG Krefeld, es war bereits der dritte Misserfolg in eigener Halle in dieser Saison. "Wir machen derzeit Fehler, die wir sonst nicht machen", sagt Trainer Ronny Rogawska.

Das mussten die Korschenbroicher erst einmal sacken lassen. Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler vom Feld und mussten mit ansehen, wie sich die Krefelder feiern ließen. Vor 582 Zuschauern unterlagen der TVK 19:24 (9:10) im Derby gegen die HSG Krefeld. Der Sieg spülte die Krefelder für eine Nacht an die Tabellenspitze der 3. Liga, während sich Korschenbroich mit dem Abstiegskampf anfreunden muss.

Oben im Foyer genehmigten sich die Gäste längst die ersten Kaltgetränke, derweil man sich beim TVK immer noch schüttelte. "Bei uns ist momentan ein Riesenwurm drin", sagte TVK-Trainer Ronny Rogawska. Nicht nur das Ergebnis, die hohe Fehlerquote stimmte ihn nachdenklich. Rogawska sprach von einer bitteren Niederlage. Im fünften Heimspiel der Saison war es bereits der dritte Misserfolg. Aber auch bei Krefeld herrschte trotz des Höhenflugs in der Tabelle nicht nur eitel Sonnenschein. Mit dem Ergebnis sei er zufrieden, mit der Leistung nicht, meinte HSG-Trainer Olaf Mast.

Das konnte er auch nicht. Kämpferisch war es aller Ehren wert, was die beiden Mannschaften ablieferten. Handballerisch hingegen war es ein wenig mau. Technische Fehler in Hülle und Fülle prägten die zerfahrene Partie.

In der ersten Hälfte dominierten die Abwehrreihen das Geschehen. Dahinter brillierten die Torhüter Almantas Savonis und bei der HSG der ehemalige Korschenbroicher Philipp Ruch. Nach dem 2:0 und nach dem 8:6 verpasste Korschenbroich die Chance, seinen Vorsprung auszubauen. Kurz vor dem Wechsel nutzte der TVK einen Fehlwurf der Gäste nicht. Der Abwurf von Savonis landete beim Gegner. Wenig später vergab Michel Mantsch in Überzahl, und beim 9:9 kam erneut ein Abwurf von Savonis nicht an. Im letzten Angriff der ersten Hälfte schaffte es der TVK zudem nicht, einen Abschluss zu erzwingen.

Nach dem Wechsel blieb es zunächst ein Spiel auf Augenhöhe mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Der TVK legte wie in Hälfte eins wieder vor. Die HSG glich aus. Bis zum 16:16. Danach drehte sich das Spiel, weil Korschenbroich im Angriff die Ideen ausgingen. Es traf nun viel zu selten aus dem Rückraum und es gelang auch nicht, den gut abgeschirmten Kreisläufer Marcel Görden einzusetzen. Der TVK erarbeitete sich keinen einzigen Siebenmeter. Die Spieler nutzten zudem das Zeitstrafenverhältnis von 6:12 nicht ausreichend. Krefeld wirkte in dieser Endphase frischer, allerdings hatte Trainer Olaf Mast auch mehr Alternativen auf der Bank. Sie zogen nicht zuletzt dank der Treffsicherheit von Maik Schneider (10) über 18:16 und 20:17 davon. Letztlich verbuchte die HSG mit dem 24:19 einen verdienten Erfolg.

"Eine Niederlage ist nie schön. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf vom Kampf und vom Engagement her machen. Wir machen momentan zu viele Fehler, die wir sonst nicht machen. Wenn die Ergebnisse nicht da sind, ist das auch eine Kopfsache", sagte Rogawska. Die Krefelder hätten auf einige Positionen die bessere Tagesform gehabt.

(wiwo)
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