Mönchengladbach kann auch Square Dance : Square Dance im magischen Zirkel

Der Magic Circles Square Dance Club ist Treffpunkt für sportlichen Gruppentanz. Die Formationen üben im Turnerheim Nordstraße.

Vier Paare stehen im Quadrat, einem „Square“. Musik setzt ein, und mit den Kommandos des Callers erfahren die Tänzer, welche Positionen verlangt werden. Sie schreiten, drehen und wenden sich nach Figuren, die „do sa do“, „allemand left“ oder „flutterwheel“ heißen. Darüber verändern die Paare die Konstellationen, bis sie zurück finden ins Quadrat. „Square Dance“ heißt der Gruppentanz aus den USA, der weltweit Anhänger hat, so auch in Mönchengladbach. Die Mitglieder des Magic Circles Square Dance Club treffen sich regelmäßig im Turnerheim an der Nordstraße 133.

Die Vereinszugehörigkeit ist am Badge, einer rechteckigen Plakette, zu erkennen. Am unteren Rand eingehängte Dangles sind Gaben, die beim ersten Besuch eines anderen Clubs als Freundschaftszeichen überreicht werden. „Wir besuchen uns gegenseitig gerne. Sinn und Zweck ist auch das freundschaftliche Miteinander“, sagt Vize-Präsidentin Andrea Kantorek. Zu den Gästen zählt an diesem Abend Christine Clemens. Ihr gefällt am Square Dance, dass sich Spaß, Geselligkeit und Bewegung miteinander verbinden lassen. „Bei uns kann jeder mittanzen, von sieben Jahren an bis achtzig plus“, wirbt Präsidentin Marita Michiels für den Tanz.

„In den USA hat sich der heutige moderne Square Dance hin zum nationalen Volkstanz entwickelt. Square Dance hat nichts mit Lagerfeuerromantik zu tun. Er ist ein sportlich anspruchsvoller Gruppentanz zu populärer Musik, bei dem die Tänzer auch mental gefordert sind,“ erklärt Vorstandsmitglied Jochen Illers. Da das zahlenmäßige Verhältnis von Frauen und Männern keine Rolle spielt, gilt der Sport als gleichermaßen geeignet für Paare und Singles, betonen die Tänzer mit dem Badge, das den Zauberer Merlin zum Motiv hat. Die Damen und Herren vom Magic Circles beherrschen die 68 Figuren, die für eine erste „Graduation“ nötig sind. Erfahrene Tänzer nehmen Neulinge im wörtlichen Sinne gerne an die Hand, um diesen als „Angles“, also Engel, den Einstieg zu erleichtern.

Da der Sport seine Heimat im englischsprachigen Raum hat, sind rund um den Tanz die englischen Bezeichnungen angesagt. Auch hier geben die Tänzer gerne Unterstützung, damit mangelnde Sprachkenntnisse kein Hinderungsgrund sind. Da die Figuren weltweit normiert sind, kann der geübte Tänzer vom Niederrhein in allen Ländern problemlos mit anderen Square Dancern zusammen tanzen. Zu den wöchentlichen Treffen trägt ein Jeder, was er mag. Bei großen Auftritten aber wird gerne die passende Kleidung zum Square Dance gesehen.

Zurzeit hat der Verein knapp 30 Mitglieder. Interessenten sind willkommen, um sich zu informieren. Ab September bietet der Verein neuen Mitgliedern die Möglichkeit, in neun Monaten den Tanz zu erlernen.

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