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Karnevalszug: Hoppeditz heizt in Mettmann die Jecken an

Premiere : Helau – Hoppeditz heizt die Jecken an

Er hat an der Karnevalszug-Strecke immer einen passenden Spruch parat.

Es ist kurz vor 13 Uhr: Auf dem Parkplatz neben dem Bauhof warten Ärzte, Hippies und Teufel gespannt auf den Start des Karnevalszuges. Erstmals gibt es in diesem Jahr einen Hoppeditz. Nicht nur, ihn zu erschaffen, sondern auch, vor Zugbeginn die Strecke abzufahren und die Stimmung unter den wartenden Narren anzuheizen, war seine eigene Idee. „Eigentlich wollte ich in einem Golfmobil fahren“, erzählt der Hoppeditz, aber das fiel kurzfristig aus.“ Oliver Fredrich von den Projekthunden hatte sich sofort  bereiterklärt, mit einem kleinen schwarzen Geländewagen einzuspringen, den er auch fährt. „Ich mache das gern“, sagt er.

Der Hoppeditz trägt eine Maske und betont, dass sein Name nicht genannt werden soll. Als er die Hoppeditz-Idee vorgetragen habe, sei die Wahl gleich auf ihn gefallen: „Viele Blicke waren auf mich gerichtet“, erinnert er sich mit einem Lächeln. „Aber es macht Spaß, und als ausgebildeter Verkaufstrainer ist es für mich kein Problem, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Mal gucken, ob die Mettmanner Karneval können!“ Natürlich sei er vor der Premiere ein bisschen nervös, räumt er ein, bevor er sich auf die Ladefläche des Mini-Geländewagens stellt. Ihm zur Seite steht Astrid Fredrich, Mitinhaberin der Projekthunde – passend im Husky-Kostüm. Und dann geht es los – vorbei an Teddys, Clowns und Piraten, die auf den Zug warten. Aus den offenen Fenstern klingt laute Karnevalsmusik: „Ja, lauft euch schon mal warm“, animiert der Hoppeditz per Megaphon. „Ah, ihr habt euch schon die besten Plätze gesichert“, kommentiert er, als es Richtung Jubiläumsplatz geht. Die Feiernden am Straßenrand antworten mit lauten „Helau-Rufen“ und winken ihm freudig zu, Konfetti landet im Wagen. Auf der Breite Straße wird ebenfalls schon gefeiert. „Oh, den Mädels mit den kurzen Röcken ist sicher kalt!“, vermutet Hoppeditz – immer einen  passenden Spruch parat.

Vor der Kö-Galerie ist es noch ruhig. „Seid ihr gut drauf? Ich möchte Stimmung haben, auch von der Indianerin da hinten“, ruft der Hoppeditz.

Vorsichtig schlängelt sich Oliver Fredrich dann durch die Straßensperrung und fährt ein Stück auf der Talstraße. „Euch auch ein herzliches Dankeschön, ihr macht einen super Job“, werden die fleißigen Bauhof-Mitarbeiter gelobt. Zurück auf dem Jubi wird ein Parkplatz für den Geländewagen gesucht, auf dem der Hoppeditz während des Zuges steht und den Moderator gibt. „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen hat er als Auftakt ausgesucht, die Menge auf dem jetzt rappelvollen Jubi singt und tanzt, die Stimmung ist bestens. „Er macht das wirklich gut“, sagen Feiernde.