Die Hildener Winterlaufserie knackt die 1000er-Marke

Leichtathletik : Es läuft auf die zehnte Auflage hinaus . . .

Nicht nur für die Sportler endete am Sonntag die Hildener Winterlaufserie bei strahlendem Sonnenschein. Auch die Veranstalter der Hildener AT sind zufrieden mit der achten Auflage im Stadtwald und blicken positiv in die Zukunft. Für die zehnte Auflage im Jahr 2021 will sich der Vorstand etwas Besonderes einfallen lassen.

Mit dem Zieleinlauf des letzten Halbmarathonläufers der großen Serie am Sonntagnachmittag schloss die diesjährige Winterserie ab. Über fünf Wochen lang fanden sich Läufer aus ganz Nordrhein-Westfalen, teilweise auch aus Bayern und Hamburg, jeden zweiten Sonntag pünktlich zu ihrem Lauf am Hildener Waldbad ein. Insgesamt gab die Hildener AT 1100 Startnummern heraus. „Das sind 100 mehr als noch im Vorjahr. Eine super Entwicklung“, berichtet Matthias Patock, Pressewart des Vereins, zufrieden.

Dabei hatten die Teilnehmer der diesjährigen Winterlaufserie mit einigen klimatischen Herausforderungen zu kämpfen: „Beim ersten Termin war es wegen des Schnees total matschig, dann hatten wir beim zweiten Lauf einen absoluten Regenguss, doch am Ende wurden wir mit Sonnenschein belohnt“, fasst Patock zusammen. Auf so etwas müssten sich die Läufer, die im Winter unter freiem Himmel trainieren, aber ohnehin einstellen. Nur ein einziges Mal, das war bei der zweiten Auflage der Winterlaufserie 2013, musste die Strecke durch den Stadtwald für den Lauf gesperrt werden. „Damals waren wir noch recht unerfahren und nicht gut vorbereitet. Die Strecke war total vereist. So etwas würde uns heute sicherlich nicht nochmal passieren.“

In den nunmehr sieben Jahren seit Einführung der Winterlaufserie hält sich die Anzahl der Bambini ( mit bis zu 70 Teilnehmern) – und Jugendlichen (etwas weniger) recht konstant, bemerkt der Pressewart. Neu in diesem Jahr war, dass es keine Walking-Serie gab. „Das waren immer zwischen 25 und 30 Personen, die zum Teil bei den anderen Läufen mit ihren Stöcken mitgegangen sind“, berichtet Patock. Und zum ersten Mal verzeichnete die kleine Serie mehr Läufer als die große.

Knapp 300 Teilnehmer stellten sich der Herausforderung der großen Serie, mit zehn und 15 Kilometern beim ersten und zweiten Lauf und dem abschließenden Halbmarathon über knapp 21 Kilometern. 380 Läufer absolvierten die kleine Serie mit fünf Kilometern zu Beginn und je zehn Kilometern bei den zwei weiteren Terminen. Diese Zahlen führt Jürgen Zippert, im Vorstand für den Sport zuständig, auf eine ganz besondere Entwicklung zurück: „Es gibt immer mehr Hobbysportler, die selbstorganisiert laufen, also nicht im Verein trainieren und sich beim Winterlauf auf der kurzen Strecke messen und ausprobieren wollen“, sagt der geübte Triathlet – denn die ziehen in der Regel, als Vorbereitung auf die Saison, die große Serie vor.

Alles in allem aber zeigt sich auch Vorstandsvorsitzender Sven Reuter rundum zufrieden mit dem Ablauf der achten Hildener Winterlaufserie. „Wir hatten sehr gute Bedingungen, je nach Wetter war es mal schlüpfrig, mal schön, aber sonst hat alles wunderbar geklappt.“ Besonders froh sei er, dass die HAT nicht nur mit knapp 40 Läufern die größte geschlossene Gruppe beim Lauf darstellte, sondern auch neben der Strecke, mit rund 50 fleißigen Helfer, eine gute Figur ablieferte. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Kräfte wäre es einfach nicht möglich, so eine Veranstaltung über so viele Wochen auf die Beine zu stellen.“ Die Motivation auch bei Regenwetter hoch zu halten und vor allem über Jahre hinweg immer wieder Freiwillige zu finden, sei schwierig, aber bislang immer machbar für die HAT.

Für die Zukunft wünscht sich Reuter weiterhin so viele tatkräftige Helfer und „ein absoluter Traum wäre, wenn wir es im nächsten Jahr schaffen könnten, die 1000 Voranmeldungen zu knacken“. Im nächsten Jahr steht zunächst noch die neunte Hildener Winterlaufserie auf dem Plan, doch Reuter denkt auch schon an die zehnte Auflage. „Da werden wir uns auf jeden Fall etwas Besonderes einfallen lassen, vielleicht eine große Party am Ende der Serie. Aber noch ist nichts spruchreif, das muss ich erst noch mit meinem Vorstand besprechen.“

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