Mettmann: Hoppeditz freut sich auf Straßenkarneval

Mettmann: Der Hoppeditz freut sich auf den Straßenkarneval

Der Zoch ist schon in Planung: Los geht’s am 2. März um 11.11 Uhr. Mit dabei ist auch der neue Mettmanner Schelm.

Pünktlich zum Start der neuen Session am Sonntag hat das „Festkomitee Karneval Mettmann“ (FKK) seine Mitgliederversammlung abgehalten. Ab 18.11 Uhr ging es im „Frankenheim“ am Jubi um die Planung des Straßenkarnevals im kommenden März. Außerdem wurde das Motto für die Session gekürt, und zum Schluss gab es noch eine Überraschung.

Nachdem der „Zoch“ in diesem Jahr ziemlich verregnet war, hofft man für 2019 auf besseres Wetter. Die Zahl von zwölf teilnehmenden Fußgruppen und neun Wagen sollte auch dieses Mal wieder erreicht werden, hofft André Clasen, zweiter Vorsitzender des FKK. Das Sicherheitskonzept steht und ist soweit genehmigt. Die Strecke wird wieder die gleiche sein wie in den vergangenen Jahren, mit Start am Jubiläumsplatz, Vorbeifahrt an der Königshof Galerie, wo es einen „Hotspot“ mit Musik geben wird, und dann über die Talstraße und die Breite Straße wieder zurück zum Jubi. Die 2,6 Kilometer lange Strecke sollte in etwa zwei Stunden gemütlich zu bewältigen sein. „Das ist eine Tradition, die sich bewährt hat“, sagt André Clasen.

Finanziell bewegt sich der Verein im grünen Bereich. Den Zug-Kosten von 4600 Euro stehen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen (2600 Euro), Standgebühren (710 Euro) und von Sponsoren (1200 Euro) gegenüber. Der Mettmanner Bauhof hilft wieder beim Auf- und Abbau und das Carpe Diem stellt Essen und Trinken für die freiwilligen Helfer zur Verfügung. Los geht es am Samstag, 2. März 2019 um 11.11 Uhr. Nach dem Zug ist eine Party im „Golden K“ angedacht.

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Für das Motto der Session standen drei Sprüche zur Auswahl. Die Abstimmung fiel denkbar knapp aus: „Wer braucht Kölle oder Mainz, Mettmann ist die Nummer Eins“ setzte sich mit sieben Stimmen gegen „Heute wird der Jubi beben, Karneval in Mettmann eben“ mit sechs und „Mettmann muss sich nicht verstecken, denn wir haben die besten Jecken“ mit fünf Stimmen durch. Das Zünglein an der Waage war ein Neu-Mitglied, das gerade erst seinen Aufnahmeantrag ausgefüllt hatte.

Nachdem die Tagesordnung zügig und gut gelaunt abgearbeitet worden war, hatte er seinen großen Auftritt: der erste Mettmanner Hoppeditz. „Lange war es still um mich, es reicht, es ist jetzt an der Zeit“ hob der Geist des Karnevals an, „Ich komm aus meinem Grab gestiegen, selber Schuld, es ist soweit“. Der Hoppeditz, unter dessen Maske sich FKK-Vorstandsmitglied Michael Heinemann verbarg, holte aus zu einem Rundumschlag aus gegen alles, was in der Stadt gerade schief läuft. „Was ist das für ein Miteinander in dieser schönen Stadt? Jeder schimpft auf jeden, habt ihr das nicht mal satt?“. Fehlplanungen, Verkehrschaos und Rohrbrüche beklagte der Hoppeditz, und auch Bürgermeister Thomas Dinkelmann bekam sein Fett weg. Doch alle das sei kein Grund, sich das Feiern vermiesen zu lassen: „Ich sag nur: Mettmann Helau und hoch die Tassen!“

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