Circus Traber ab 3. April in Meerbusch

Circus Traber : Clown „Spaghetti“ bringt alle zum Lachen

Circus Traber gastiert ab 3. April in Osterath. Mit dabei ist der Clown „Spaghetti“. Der ist trotz seiner erst 14 Jahre schon ein Vollprofi.

Um 17 Uhr am 3. April ist große Premiere auf dem Dr.-Hans-Lampenscherf-Platz in Osterath. Nach vier Monaten im Winterquartier an der Broicherseite ist das Lampenfieber bei den Künstlern des Circus Traber groß. Neben Artisten und Jongleuren zeigt dann auch der Clown „Spaghetti“ sein neues Programm. Der Spaßmacher ist erst 14 Jahre alt, aber schon ein Vollprofi, der seit fast zehn Jahren in der Manege seine Kunststücke zeigt und am Schlagzeug für Tempo sorgt. Erst zusammen mit seinem Vater, inzwischen alleine. „Ich agiere meistens pantomimisch und versuche, das Publikum einzubeziehen“, erzählt Jamie Traber. Dazu gehört schon eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, die sich der kleine Clown antrainiert hat. Unbefangen turnt er durch die Manege und bringt die Menschen mit kuriosen Ideen und Slapstick zum Lachen. Improvisation ist dabei Trumpf. Um das Interview geben zu können, schwänzt er kurz die Schule für Zirkuskinder, die den Circus Traber das ganze Jahr über begleitet. Sein Spitzname komme daher, dass er früher so gerne Spaghetti gegessen hätte, erzählt er verschmitzt. Er ist ein Mitglied der zwölfköpfigen Artistengruppe, die sich ausschließlich aus der Großfamilie Traber in siebter Generation zusammensetzt. So zeigt Ron Traber Akrobatik auf dem Rollbrett oder turnt Remo Traber am Schwungtrapez.

Auch einige Tiernummern gehören zum Programm. Allerdings nur mit heimischen Tieren wie Ponys, Hunden oder Ziegen. „Das macht denen viel Spaß“, erklärt Ron Traber. Die Unterbringung im Stall ist großzügig und werde kontrolliert, sagt er. In den Umbaupausen, aber auch als eigene Nummer, lockert Spaghetti, der oft zusammen mit seinem Cousin Toni auftritt, die Zirkusatmosphäre auf.

Er bastelt jedes Jahr an einem neuen Programm und hofft, irgendwann einmal so perfekt zu sein, dass er sich beim Zirkusfestival in Monte Carlo bewerben kann. „Das ist der Oscar der Zirkuswelt“, schwärmt er. Ein Leben abseits der Zirkusluft und in einem festen Haus könne er sich nicht vorstellen, auch wenn er in der Zirkusschule den Realschulabschluss machen will. Das gemeinsame künstlerische Tun und die ganz besondere Zirkusluft liegen ihm einfach im Blut.

Mehr von RP ONLINE