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Frühjahrsempfang der SPD Meerbusch im JuCa.

Frühjahrsempfang der SPD Meerbusch : JuCa-Türen nach SPD-Empfang geschlossen

In den Referaten ging es um Meerbuscher Belange und die EU. Bei Snacks und Getränken wurde auch die Schließung des JuCa diskutiert.

Ein leicht beklemmendes Gefühl zog sich durch die komplette Veranstaltung. Die SPD Meerbusch hatte zum Frühjahrsempfang ins JuCa/Halle 9 geladen. Sowohl den Verantwortlichen, als auch den 50 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Vereinen – darunter Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, Erster Beigeordneter Frank Maatz, Fachbereichsleiterin Ute Piegeler, stellvertretender Bürgermeister Michael Billen sowie Werner Damblon, Fraktionschef der Meerbuscher CDU – war bewusst, dass dieser Austausch der letzte in der Halle 9 sein wird. „Aus dem JuCa wird ein Showroom. Und das, obwohl sich alle einig waren – es sollte ein Angebot geben für Meerbuscher Vereine, Jugend und Kultur“, sagte Nicole Niederdellmann-Siemes, SPD Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzende. „Jetzt stehen wir mit leeren Händen hier.“

Trotz dieser Gedanken stand die „große“ Politik im Mittelpunkt: Niederdellmann-Siemes führte die Punkte Bildung, Schule, Wohnen und Mobilität an: „In diesen Bereichen kann sich Meerbusch durch aktives Tun und Handeln zum Besseren verändern.“ Auch um das Thema Europa kam niemand herum. Nach Nicole Niederdellmann-Siemes stellte auch die für den Rhein-Kreis Neuss zuständige Europaabgeordnete Petra Kammerevert ihr Referat darauf ab. Sie sprach die schwierige Situation in der EU an, betonte die Bedeutung der 60 Jahre gelebten Demokratie und forderte auf, am 26. Mai zu wählen: „Europa hat sich in Krisenzeiten bewährt. Unser Ziel ist eine weitere Stärkung.“

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Gesprächsstoff gab es nach dem offiziellen Teil genug. Untermalt von den Rhythmen des Jazz-Duos Coffee & Cigarettes war nach der Ehrung der langjährigen SPD-Mitglieder Bruno Empt (60), Editha Hackspiel (50), Inge Goebels (40), Holger Losse (49) und Najiba Koochi-Richtmann (25) das Ende des JuCa ein Thema. Jürgen Eimer, fünf Jahre Betreiber im Auftrag des OBV, begrüßte „die Entlastung für mich persönlich“. Sabine Müller und Manfred Weigand, Pro Osterath, bedauerten die Schließung ebenso wie Franz-Josef Radmacher, Heimatkreis Lank. Und Künstlerin Gudrun Junker fragte: „Wo wird diese Lücke geschlossen?“. „Die Bedeutung als Begegnungsstätte für Vereine war sehr hoch. Wir sind untereinander im Gespräch. Aber die Überlegung, einen Dachverein zu gründen, kam leider zu spät“, sagte Peter Dietz, OTV-Vorsitzender. Als Hauptnutzer zeigten sich Ulli Dackweiler und Dirk Thorand (Meerbusch hilft) sehr betroffen: „Die für 20 bis 500 Personen nutzbaren Räume stehen nicht mehr zur Verfügung. Hier hätte seitens der Stadt etwas passieren müssen.“ Und was sagt das häufig gelobte Team des JuCa/Halle9? „Da ist in der Kommunikation ganz viel schief gelaufen. Für die Vereine und die Jugend ist das sehr, sehr schade – totaler Scheiß, würden wir in unserer Sprache sagen“, verriet ein junger Mitarbeiter, der im Namen des gesamten Teams sprach.