Basketball Union holprig ins Halbfinale

Als der erste Einzug in die Play-off-Vorschlussrunde für die Basketball-Damen von Union Opladen perfekt war, zählte für Trainer Markus Pohle erst mal nur das Wesentliche. "Wir hatten heute mehr Mühe als von einigen vielleicht erwartet, aber es zählt nur, dass wir jetzt im Halbfinale stehen", resümierte der Coach.

Trotz dieses Erfolges wird der Trainer seine Augen nicht davor verschließen, dass mit Teilen der Leistung vom Samstag dann wenig zu holen sein dürfte. Der 77:52 (37:38)-Sieg über die Hagen Huskies scheint noch deutlicher, wenn die 15 Punkte Vorsprung aus dem Hinspiel addiert werden, und dennoch wackelte Opladen zwischendurch gewaltig.

Allein die erste Halbzeit reicht, um zu verdeutlichen, wozu die Union fähig ist: In zwölf Minuten arbeitete sie mit Aggressivität und Konzentration ein 37:11 heraus, und sie schenkte das bis zur Halbzeit mit einem 0:27-Negativ-Lauf wieder her. "Das zweite Viertel sollten wir besser getrost vergessen", wetterte Pohle anschließend.

Angefeuert von 150 Zuschauern, fand seine Mannschaft nach der Pause über den Kampf in die Partie zurück, so blieb das Aufbäumen der Huskies nur ein Strohfeuer. Neben dem erneut personifizierten Siegeswillen Mareike Nettersheim bildeten Leonie Prudent und Mayte Thimm die wichtigsten Stützen der Gastgeber. Stark verbesserungswürdig erschienen sowohl die Freiwurfquote (49 Prozent) wie generell die Ausbeute aus dem Feld (37 Prozent). "Mit solchen Werten sollten wir uns gegen Wedel oder Berlin besser nicht blicken lassen", bekräftigte Pohle.

Union: Meyer (11), Block (1), Prudent (9), Schäfer (9), Heinen (6), Ciompala (6), Thimm (12), Stark (6), Nettersheim (17).

(RP)