Probierwerk in Opladen auf der Zielgeraden

Wirtschaft : „Probierwerk“ auf der Zielgeraden

In dem neuen Zentrum an der Stauffenbergstraße finden Handwerk, Unternehmen und junge Start-Ups zusammen. Im Dezember ist Eröffnung.

Die Bauphase des Gründerzentrums hat endlich begonnen. Mit reichlich Verzug. Doch mit ungebrochener Begeisterung führte Wirtschaftsförderer Frank Obermaier beim Pressetermin durch das künftige Probierwerk an der Stauffenbergstraße. Dort sollen junge Menschen für Handwerk, Technik, IT und Naturwissenschaften begeistert, Start-Ups angesiedelt und der Austausch zwischen Junggründern und etablierten Unternehmen gefördert werden.

Eigentlich sollte das Probierwerk bereits in diesem Sommer eröffnen und erste Kurse für Schüler in den Ferien anbieten, verkündeten die Wirtschaftsförderer noch im vergangenen Jahr. Danach hieß es Herbst 2018. Nun gibt es einen anderen, konkreteren Termin: Zu Nikolaus, am 6. Dezember, ist die offizielle Eröffnung geplant. Und dieser Termin wirkt angesichts des begonnen Umbaus realistisch. Wie Frank Obermaier diese Woche erklärte, wurde nun schnell mit dem Abbruch in der ehemaligen Druckerei Garcia (Leerstand seit Februar) begonnen. Vertreter aller Gewerke seien zu letzten Vorbereitungen zusammengekommen.

Wie die räumliche Aufteilung der über 1000 Quadratmeter großen ebenerdigen Fläche aussehen wird, beschrieb Obermaier im Beisein von Vertretern der Gesellschafter Annegret Bruchhausen-Scholich (Stadt Leverkusen), Rainer Schwarz (Sparkasse) und Lars Friedrich (Currenta). „Das Probierwerk wird ein multifunktionaler Ort, an dem sich sowohl junge Menschen, als auch Start-Ups, kleine-mittlere und große Unternehmen zusammenfinden können, gemeinsam Ideen und Innovationen realisieren, sich über das Thema Digitalisierung informieren können“, erklärte Obermaier. Darüber hinaus wird Tom Frenzel, Digital Community Manager des Probierwerks, als Coach für Junggründer vor Ort sein.

Das Bildungsbüro Leverkusen soll im Probierwerk einen eigenen Bereich erhalten. Die „Probierwerkstatt“ soll beispielsweise im Rahmen des Landesprogramm „Zukunft durch Innovationen“, Mint-Kurse anbieten, bei denen Schüler sich in den Ferien mit verschiedenen naturwissenschaftlichen und technischen Themen praxisorientiert auseinandersetzen können. Die nötige Ausstattung, von der Hobelbank über den CNC-Dreher bis zum 3D-Drucker, wird vom Gründerzentrum gestellt. Genutzt wird sie beispielsweise von jungen Gründern, die an ihren Projekten werkeln wollen oder auch von etablierten Handwerkern und Unternehmern, die im Probierwerk den Kontakt zur jungen Gründerszene und ihren innovativen Ideen suchen. Ziel sei auch hier der Erfahrungsaustausch.

Neben Seminarräumen, einem „IdeaLab“ und einer zentralen Longe, werden rund 50 Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen entstehen, 15 etwa in einem Co-Working Space, rund 35 in unterschiedlich großen Büros, zwischen 13 und 27 Quadratmetern. In diese können sich Start-Ups einmieten. Die ersten Buchungen seien bereits eingegangen, bestätigte Obermaier.

Mehr von RP ONLINE