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Leverkusen: Verkehrsminister

NRW-Verkehrsminister zu Besuch : Hendrik Wüst in der Verkehrszentrale in Leverkusen

Die Verkehrszentrale von Straßen.NRW in Leverkusen wird im kommenden Frühjahr zur zentralen „Stabsstelle Baustellenkoordination“ erweitert. So hatte es die NRW-Landesregierung bereits im Mai beschlossen.

Am Freitag informierte sich NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) vor Ort über die baldige Umsetzung.

Künftig sollen alle geplanten Baustellen der Region im Straßen-, Autobahn- und Schienennetz in Leverkusen zusammenlaufen und – so der Plan – vernünftig koordiniert werden, damit Bund, Land, Kommune und Deutsche Bahn nicht zeitgleich eine Baustelle in unmittelbarer Nähe eröffnen und so den Verkehrsfluss lahmlegen. In der Vergangenheit war das – besonders um die Sommerferien herum – nicht selten der Fall.

Das möchte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst vor dem Hintergrund der erwarteten Investitionen der kommenden Jahre in den Straßenausbau unbedingt vermeiden. „Demnächst werden Rekordsummen in Infrastruktur investiert. Allein der Bund wird im Rahmen seines Verkehrswegeplans 2030 rund 20 Milliarden Euro in die Autobahnen stecken.“ Hinzu käme jedes Jahr eine Viertel Milliarde an Landesinvestitionen, berichtete Wüst. „Und auch die Bahn nimmt Rekordsummen in die Hand.“

Eine Verdopplung der Investitionen dürfe nicht eine Verdopplung des Stauaufkommens bedeuten, betonte der Minister. Der Verkehr müsse fließen, „und wir müssen unsere knappen Ressourcen kompetent einsetzen“. Dazu gehöre auch ein Masterplan der Landesregierung, der vorsehe, eine Transparenz über die geplanten Baustellen zu schaffen, etwa über eine zentrale Software, die auch ein Bauzeiten-Controlling ermögliche (damit Baumaßnahmen schneller und zügiger realisiert werden). Diese soll auch von Leverkusen aus verwaltet werden, eben in der geplanten Stabsstelle, für die die Verkehrszentrale ab dem kommenden Frühjahr ausgebaut wird.

Die Verkehrszentrale Leverkusen sei für diese Aufgabe bestens geeignet, da sie seit 2013 im Bereich des Verkehrsmanagements Höchstleistungen an der Bonner Straße erbringe und das nötige Know-how vorweise: In der Schaltzentrale vor einem Bataillon an Bildschirmen sitzen täglich die Mitarbeiter und beobachten den Verkehr auf Deutschlands meist befahrenen Autobahnkreuzen, setzen – im Fall eines Staus – eine Meldung über den Verkehrswarnfunk ab und steuern dort, wo sie an Brücken installiert sind, die digitalen Tafeln mit den Warnungen. Die vorhandene Technik, besonders aber das Know-How, sollen nun auch für die zusätzliche Aufgabe als Stabsstelle Baustellenkoordinierung genutzt werden.