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Leverkusen: Holland-Einkaufsgefühl in Opladen

Neuer Discounter : Weiß-blaue Freude – „Action“ eröffnet in Opladen

Der Non-Food-Discounter ist an die Bonner Straße gezogen und lockte zum Verkaufsstart Kundschaft aus der ganzen Region.

Wochen vor der offiziellen Eröffnung wurden Selfies junger Mädchen im Netz verbreitet, die vor dem weiß-blauen Emblem in die Kamera strahlten. Gestern war die Wartezeit für sie und hunderte weitere Fans des Non-Food-Discounters vorbei: Die Filiale an der Bonner Straße konnte gestürmt werden. Zeitweilig ging nichts mehr. Rund 50 Parkplätze reichten bei Weitem nicht aus. Menschen drängten sich in den Gängen und warteten kurz darauf in langen Schlangen vor den Kassen. Im Akkord packten Mitarbeiter die Waren in große Taschen. Von Deo bis Deko und von Gewürzen bis Grill war alles dabei.

Aus der gesamten Umgebung reisten Kunden an. „Ich bin sehr froh, dass Action endlich eine Filiale in Leverkusen hat“, betonte Melanie (28) aus Manfort. „Wir sind vorher immer nach Wermelskirchen gefahren“, bemerkte die junge Mutter. „Wir sogar eigens nach Holland“, bekannte die Opladenerin Katharina (59), in deren Augen das Warenhaus „ein sehr guter Ersatz“ für das ehemalige Opladener Kaufhaus (oka) ist. „Hier gibt es tolle Sachen. Da freut sich der Geldbeutel“, merkte Carina (49) aus Burscheid an, ehe sie auf Treasure Hunting (Schatzsuche) ging. Dieses Einkaufsverhalten entspricht dem einfachen wie erfolgreichen Geschäftsmodell der Firma, die vor 25 Jahren in den Niederlanden gegründet wurde. Vertriebsleiter Guido Lomans beschrieb: „Zum Bestand gehören 6000 Artikel, darunter 1500 unter einem Euro. Jede Woche werden rund 150 Produkte ausgetauscht. Wer sie günstig haben möchte, muss sie sofort mitnehmen.“ Für Leverkusen rechnet Regionalleiter Thomas Batke mit „sehr gutem Umsatz“ in den Bereichen Garten, Heimwerken, Spielzeug, Unterhaltung, Büro oder Hobby, aber auch Mode und Dekoration.

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Im Laufe der nächsten Tage werde der ganz große Ansturm abflauen, prognostizierte Filialleiter Torben Schneider, der ehrgeizige Ziele für den Standort hat: „Mit Hilfe meines Teams will ich Opladen an die Spitze unter 13 regionalen Niederlassungen bringen“, betonte er. Dazu stehen ihm bislang 15 Mitarbeiter zur Verfügung, die Stellen sollen auf 25 aufgestockt werden. „In dieser Stadt könnten wir alleine drei Filialen eröffnen. Aber es ist schwierig, solch große Flächen, die wir gerne hätten, zu finden. Deshalb sind wir froh über diesen tollen Markt in dieser Lage, mit dem wir einen Einzugsbereich von rund 30 Kilometer abdecken können“, informierte Expansionsleiter Elmar Wördehoff und ergänzte: „Dieses Geschäft erfüllt alle Anforderungen und die Größe, die wir in Deutschland selten bekommen.“