Leverkusen: Kalt, aber kultig war der Trödel auf Ophoven

Leverkusen: Kalt, aber kultig war der Trödel auf Ophoven

Die "Schöne Ferien-Wundertüte" samt Flip-Flops und Handtuch ging für fünf Euro weg, ein Restaurant-Gutschein kam für 50 Euro unter den Hammer. Frank Frohnert, ehrenamtlicher Auktionator bei der jährlichen Wohltätigkeitsauktion des Fördervereins Naturgut Ophoven und Schulleiter der Leverkusen Waldschule im Hauptberuf, agierte geschickt, um dem Förderverein möglichst viel Geld in die Kasse zu bringen.

Rund 100 Artikel, gespendet von zahlreichen Geschäfts- und Privatleuten aus Leverkusen und Umgebung, brachte er auf diese Weise am Sonntag bei der 13. Auktion an den Mann und die Frau.

Auch Oberbürgermeister Uwe Richrath versuchte sich kurz am Hammer. Für einen Fußball von Bayer 04 Leverkusen erhielt er 40, für ein "Heimat"-Buch von Tim Mälzer samt drei Flaschen Wein 20 Euro. Ohne Versteigerung kamen 1315 Euro obendrauf, gestiftet von Mario Kück, dem Gründer des Oleo-Fonds und Inhaber des Studios Family Fitness.

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Der Erlös der Auktion war unter anderem für ein Klimaprojekt in Madagaskar und den Gesundheitsfonds Oleo bestimmt, der es Schulklassen und Kindergärten ermöglicht, an Kursen zu Ernährung und Bewegung auf dem Naturgut Ophoven teilzunehmen. So dicht gedrängt, wie sonst eigentlich üblich, standen die Käufer zuletzt aber nicht. Die Kälte hatte viele vom Kommen abgehalten. Alleine zehn Familien, deren Kinder beim 18. Trödelmarkt eigentlich abgelegte Kleider und abgeliebte Spielsachen verkaufen wollten, hatten noch am Morgen abgesagt. Die übrigen Fünfzehn hatten sich warm genug angezogen.

Tapfer durchgehalten trotz der Witterung haben auch Meret und ihre Mutter aus Köln, die als Lehrerin am Gut Ophoven unterrichtet. Das elfjährige Mädchen bot unter anderem Bücher, Inliner und eine Spielküche zum Verkauf an, alles Dinge, für die sie inzwischen zu alt ist. In einer vierköpfigen Familie fand sie willige Kunden. Erst vor kurzem waren die Neubürger aus Köln nach Bergisch Neukirchen gezogen und jetzt auf dem Heimweg. Nach zwei Stunden, in denen die Eltern mit den Kindern schon auf dem Gelände unterwegs waren, zog es sie dann doch hinter den warmen Herd - vollgepackt mit Schnäppchen wie Windspielen, CDs und etlichen Kinderbüchern.

(gkf)
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