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Leverkusen: Avea will Wertstoff-Container auf "Inseln" bündeln

Leverkusen : Avea will Wertstoff-Container auf "Inseln" bündeln

Die Stadt soll um 100 Inseln reicher werden. Allerdings nicht um hübsch weißsandigen Eilande in der Südsee, sondern um Wertstoffinseln mit Depotcontainern für Elektrokleingeräte auf öffentlichen Flächen.

In der Stadt würden die verwertbaren Abfallarten Altglas und Altkleider aus privaten Haushalten seit Jahren erfolgreich in Depotcontainern gesammelt. Derzeit gebe es 288 solcher Containerstandorte, 275 davon auf öffentlicher Fläche. Dazukommen an 18 Standorten Elektrokleingerätecontainer. Dort können Geräte wie Rasierer oder ein Föhn, entsorgt werden.

Weiterhin aber auch am Schadstoffmobil oder im Wertstoffzentrum. Trotz landen oft Elektro-Kleingeräte noch im Restmüll, sagt der Abfallentsorger Avea und vermutet, der Aufwand für den Bürger zum Mobil oder dem Zentrum zu fahren sei einfach zu groß. Die Geräte landen dann im Hausmüll, dort gehören sie aber nicht hin. Bisher wurden an den Elektrokleingeräte-Container-Standorten im einjährigen Testzeitraum 55 Tonnen gesammelt.

Die Avea rechnet mit durchschnittliche 2,5 Kilo Kleingeräten pro Einwohner und Jahr. Macht L eine potenzielle Menge von rund 400 Tonnen alter Elektrokleingeräte pro Jahr. Bei monatlicher Leerung brauche die Stadt nach dieser Rechnung insgesamt 100 Standplätze für Elektroaltgerätecontainer.

Weil bisher die Aufstellung solcher Container ohne Erlaubnis einer Sondernutzung möglich war, nutzten das auch gewerbliche Sammlungen - nicht immer zu Vorteil des Stadtbildes und der Verkehrssicherheit. Künftig soll zum Aufstellen von Altkleider-, Altglas- und Elektrokleingerätecontainern eine Sondernutzungserlaubnis vom Fachbereich Straßenverkehr nötig ist, schreibt die Stadt im Beratungspapier.

Hinzukommen Probleme durch "Beraubung" von Sperrmüll und und nicht angezeigtes Aufstellen von Altkleidercontainern. Um diesen Störungen entgegenzuwirken, will die Avea gerne Altkleider, Altglas und Elektrokleingeräte an Wertstoffinseln bündeln, und zwar an festgelegten Standorten. Die Standortanzahl soll auf höchstens 300 auf öffentlichen Flächen begrenzt werden.

Der Umweltausschuss sprach sich für die neuen Wertstoffinseln aus. Die Entscheidung liegt Ende September beim Rat.

(RP)