Handball : LTV hat harte Wochen vor der Brust

Sieben Mal in Folge muss der Handball-Drittligist auswärts ran. Zum Start geht es heute zum TuS Ferndorf.

Von einer gelungenen Vorbereitung auf die schwere Partie beim TuS Ferndorf heute (19.30 Uhr) kann beim Handball-Drittligisten Leichlinger TV einmal mehr keine Rede sein. "Am Donnerstag ist das Training ausgefallen, weil wir keine Halle hatten", merkt Trainer-Manager Frank Lorenzet hörbar frustriert an. Zur Erinnerung: Die eigene Halle in Leichlingen ist seit neun Wochen wegen eines Wasserschadens gesperrt, und deshalb musste der LTV so oft wie möglich das Heimrecht in der Liga tauschen, was wiederum nun zu sieben Auswärtsspielen in Folge geführt hat. Die Reise heute nach Ferndorf ist also nur die erste in dieser Serie.

Und es ist gleich eine ganz schwere Aufgabe. "Ferndorf hat das erste Spiel bei der SG Schalksmühle-Halver mit 27:30 verloren. Die werden mit Schaum vor dem Mund gegen uns auflaufen, weil sie sich als Meisterschaftsfavorit keine zwei Niederlagen zum Auftakt leisten können", glaubt Lorenzet, der ergänzt: "Wir treffen zudem auf einen Gegner, der acht Trainingseinheiten hatte, um sich auf uns vorzubereiten, während wir am Freitag eine einzige hatten, in der wir richtig arbeiten konnten."

Denn neben dem durch die fehlende Halle verlorenen Donnerstag lief es auch zuvor personell nicht rund beim LTV: Torwart Ante Vukas fiel mit einer Grippe aus, Tim Menzlaff war beruflich verhindert, David Kreckler (Schulter) und Felix Janssen (Leiste) waren ebenfalls nicht belastbar, immerhin konnte der zuletzt angeschlagene Bastian Munkel wieder leicht mittrainieren und ist für heute eine Option für den Kader. "Trotzdem sind die Voraussetzungen natürlich denkbar ungünstig", sagt Lorenzet, der ergänzt: "Für uns kommt das Spiel vielleicht einen Tick zu früh. Ich weiß, dass wir mit jeder Mannschaft der Liga mithalten können, aber im Dezember wäre dieser Gegner sicherlich einfacher gewesen, damit wir uns hätten festigen können. Hinzu kommt der Faktor Auswärtsspiel. Ohne zu jammern muss ich einfach ganz realistisch sagen: Es spricht nicht viel für uns."

Über den Gegner weiß Lorenzet: "Das ist eine erfahrene Mannschaft mit Simon Breuer und Alexander Koke als Stützen. Sie haben gute Torhüter, eine gute Deckung, die variabel ist und mehrere Systeme beherrscht, dazu sind sie stark im Gegenstoß und im gebundenen Spiel. Die können eigentlich alles. Sie sind nicht umsonst der Meisterschaftsfavorit." Der LTV will mit "allem Einsatz und aller Leidenschaft", so der Trainer, versuchen, dagegenzuhalten. "Mein Traum wäre es, da zu gewinnen, dann könnten wir mit breiterer Brust in die nächsten Aufgaben gehen. Wir sind aber sicher nicht der Favorit", sagt Lorenzet.

(RP)