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Leverkusen: Kommunikative App für den Neanderlandsteig

Leverkusen : Kommunikative App für den Neanderlandsteig

Der Kreis Mettmann stellt für IPhone und Android-Smartphones eine interaktive Wanderkarte vor. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wanderkarten sind ja was feines - aber mal ehrlich: Wer weiß denn schon, in welche Richtung man sie halten soll, wenn man mitten im Wald steht? Wo sind wir eigentlich, wo wollen wir hin, wie weit ist es noch, wo kann ich nachher lecker essen gehen?

Künftig reicht ein Blick auf Smartphone oder IPad. Jetzt stellte Landrat Thomas Hendele und "Mister Neanderlandsteig", Friedhelm Reusch, eine App vor, die Wanderern die Navigation auf den vielen Pfaden des rund 235 Kilometer langen Neanderlandsteigs im Kreis Mettmann enorm erleichtert.

Wo bekomme ich die App her? Wer das Stichwort "Neanderland-Steig" in Apples "App-Store" oder bei "Google Play" eingibt, kann sich die Smartphone-Applikation herunter laden. Sie ist kostenlos, werbefrei und wird es auch bleiben, verspricht der Kreis.

Was erwartet mich auf der Startseite? Die App empfängt den Besucher mit neun Symbolen. Dort kann man Wandern, Karte, Essen und Trinken, Übernachten, Aktuelles, Nützliches, Wegezustand melden, Notruf oder Einstellungen anklicken.

Wie finde ich jetzt eine Wanderung? Ganz einfach: auf "Wandern" klicken und eine der von fünf bis 19 Kilometer langen Etappen des Neanderlandsteigs auswählen. Wer etwa auf die Strecke "Von Erkrath nach Hilden" klickt, wird über die Details informiert.

Die Schwierigkeit: etwas ist "Leicht", man braucht nur wenig Kondition, um die 15,2 Kilometer abzuspulen. Dafür gibt es bei Landschaft viele Punkte. Denn jede Wanderung ist auch beschrieben. Wer von Erkrath nach Hilden wandert, wird zu Beginn mit einem tollen Fernblick belohnt.

Wie geht es weiter, wenn ich auf der Strecke bin? Wie in jedem Navigationssystem auch. Man wandert die Strecke entlang und sieht auf einer kleinen Karte, wo es lang geht und wie weit es noch ist.

Was ist, wenn ich keinen Empfang habe? Die App bietet die Möglichkeit, Karten und Routen im sogenannten Offline-Modus zu speichern. So können die Nutzer größere Datenmengen zu Hause über W-Lan herunterladen. Das geht meistens schneller und belastet die Internet-Download-Rate nicht. Vor Ort stehen die Routen dann im Mobilgerät zur Verfügung, obwohl kein Empfang ist. Friedhelm Reusch versichert aber, "keinen Empfang" habe er auf den Etappen noch nie gehabt.

Was ist, wenn der Weg plötzlich gesperrt ist oder mit sonst etwas auffällt? Der Wanderer kann dem Kreis Mettmann über die App mitteilen, wenn beispielsweise ein umgestürzter Baum den Weg blockiert. Mitgesendet werden auch die Koordinaten.

(RP)