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Leverkusen: Der Superstar der Jazztage: Gregory Porter

Leverkusen : Der Superstar der Jazztage: Gregory Porter

Das Programm für die 35. Leverkusener Jazztage (vom 8. bis 16. November) steht. Festivalchef Eckhard Meszelinsky setzt dabei auf sein bewährtes Konzept: Acht Abende im Leverkusener Forum, die jeweils unter einem Motto stehen. Acht Konzertabende mit 23 erstklassigen Musikern des Jazz und Blues, die nicht nur Beliebtes in Form von alten Freunden des weit über die Stadt hinaus bekannten Festivals bieten, sondern auch viele neue Namen.

Ein Höhepunkt gehört - wie in den vergangenen Jahren nach Zaz und Jamie Cullum - auch wieder dazu. Am Festival-Montag ist es der US-Sänger Gregory Porter, den Meszelinsky als derzeit einzigen Jazzsänger von Weltformat bezeichnet. Mit seinem Album "Liquid Spirit" gewann Porter im vergangenen Jahr den Grammy, den wohl wichtigsten US-amerikanischen Musikpreis.

Die 35. Jazztage werden nicht Meszelinskys letzte sein, obwohl er schon vor geraumer Zeit angekündigt hatte, sich zurückzuziehen. Er werde auch noch im nächsten Jahr die Organisation verantworten. Nach seinen 20 Jazztage-Festivals will er die Verantwortung dann endgültig in die Hände von Fabian Stiens geben, der seit zwei Jahren das Opladener Scala betreibt.

So ganz Schluss wird dann immer noch nicht sein, wie Meszelinsky verspricht: "Ich werde helfen, wo ich kann." Das wird vor allem bei der Finanzierung des Musikfestes sein, das in diesem Jahr mit einem "fast siebenstelligen Etat" (etwas weniger als im Vorjahr) operieren muss. "Und das ohne öffentliche Zuschüsse", wie betont wird. Alleine durch die rund 20 000 verkauften Eintrittskarten (Preise zwischen 29 und 48 Euro) und die Hilfe von Sponsoren, wobei mit Jaguar/Land Rover ein neuer Förderer gefunden wurde, werde diese Veranstaltung finanziert, die ein "Aushängeschild für die Stadt" ist, wie Kulturdezernent Marc Adomat anmerkte.

Neben den "alten Bekannten" wie Candy Dulfer, Maceo Parker, Incognito, Popa Chubby oder die WDR Bigband sind es auch viele junge Musiker, die auf der großen Bühne auftreten werden. Besonders stolz ist man, dass es etwa mit dem Jan-Prax-Quartett, Three Fall oder DuckTapeTicket Sieger des eigenen Jazztage-Nachwuchswettbewerbs "Future Sounds" auf "die Bretter" geschafft haben. In diesem Jahr wurden sechs von 118 Bewerbungen als Finalisten für "Deutschlands erfolgreichsten Jazzwettbewerb für Musiker unter 35 Jahren" ausgesucht, die damit ihren Bekanntheitsgrad deutlich erhöhen können.

Neben den Veranstaltungen im Forum finden parallel viele kleinere Konzerte im Opladener Scala, im Jazzclub Topos, dem Sensenhammer oder im Notenschlüssel statt.

(sg-)