Lokalsport: Darter haken Traum von der Bundesliga schon ab

Lokalsport : Darter haken Traum von der Bundesliga schon ab

Die Magic Arrows machen derzeit eine relativ neue Erfahrung. Fazit: Auch die Magie scheint nicht unendlich zu sein. Besonders im Jahr 2018 waren die "Pfeile", die aus Monheim stammen und ihre Spielstätte jetzt in Hilden haben, vom Erfolg verwöhnt. Zuerst schafften sie als Meister den Aufstieg in die Bezirksliga. Dann setzten sie sich im Pokal durch, ehe Team-Mitglied Wolfgang Meyer den Titel bei den Deutschen Meisterschaften der Herren Ü 50 holte. Zum Abschluss gelang der Mannschaft vorzeitig der Aufstieg in die Bezirks-Oberliga, die als die 2. Bundesliga der E-Darter gilt. Kapitän Hans-Joachim Moog kam damals aus dem Staunen kaum heraus: "Es ist nicht zu fassen." Ähnliches muss er jetzt nach dem ersten Teil der neuen Saison feststellen. Die Dinge entwickelten sich allerdings ein bisschen anders als erwartet.

Moog hatte ein übersichtliches Ziel formuliert: "Wir wollen reinschnuppern und unter die ersten drei kommen." Das Team, das personell breiter aufgestellt an den Start ging, wollte mehr - und nach dem Top-Jahr 2018 am liebsten den Traum vom Aufstieg in die Bundesliga angehen. Dann gab es am ersten Spieltag bei Cologne Power (Köln) einen Dämpfer - 0:3. Das Heimdebüt gegen die Bit Bulls Mechernich war eng, brachte aber mit dem 3:0 die ersten Zähler auf die Habenseite. Anschließend gab es ein ungefährdetes 3:0 bei De-Lux-E 88 (Köln) und die Magic Arrows schienen die richtige Richtung einzuschlagen.

Doch im nächsten Heimspiel hakte es wieder. Gegen die Jokers (Bonn) stand nach dem Ende aller Einzel und Doppel kein Gewinner fest - 10:10. In der Verlängerung ("Sudden Death") behielten die Magic Arrows zwar die Oberhand, bekamen allerdings nur 2:1 Zähler aufs Konto überwiesen. Ganz bitter entwickelte sich anschließend der Auftritt beim Letzten Eddys Bull Darter (Dormagen), denn am Ende hatten die Gäste nichts in der Hand - 0:3. Selbst sonst zuverlässige Darter wie Fotios Fotopoulos oder Christian Mainzer verzeichneten eine unterirdisch schlechte Doppelquote. Genau die Treffsicherheit auf die Doppelfelder entscheidet jedoch letztlich über Sieg und Niederlage. Jeder, der zu Hause eine Dartscheibe hat und nach denselben Regeln spielt, wird den Frust nachvollziehen können.

Die Mannschaft ist realistisch genug, um die Lage treffend einzuschätzen. "Wir haben verkorkste Spiele hinter uns", sagt Moog, "wir hatten einen Einbruch und das Thema Meisterschaft ist erledigt." Der Blick auf die nächste Aufgabe heute Abend (20 Uhr, Treff 785) gegen die "Schwaadlappen" ist ebenfalls nur bedingt dazu geeignet, in Euphorie auszubrechen. "Das ist für uns ein unangenehmer Kontrahent. Gegen die haben wir in zehn Jahren noch nie gewonnen", erklärt der Team-Kapitän. Vielleicht drehen die magischen Pfeile den Spieß ja ausnahmsweise um. Sollte tatsächlich ein Erfolg herausspringen, wenn (fast) niemand damit rechnet, wären die Magic Arrows immerhin um die nächste neue Erfahrung reicher.

(RP)
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