1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Qualitätsoffensive in Langenfeld: Elf Kitas bekommen Geld für besondere Projekte

Qualitätsoffensive : Elf Kitas bekommen Geld für besondere Projekte

Die Politiker im Jugendhilfeausschuss haben einstimmig die Aufteilung von Fördergeldern für die Langenfelder Kitas beschlossen. 10.000 Euro stehen in einem Sondertopf für die Qualitätsoffensive bereit, die es in Langenfeld seit 2008 gibt.

Die einzelnen Einrichtungen hatten ihre Vorschläge eingereicht, die von den Politikern im Ausschuss positiv aufgenommen wurden. Da die beantragten Projekte knapp unter der Fördersumme von 10.000 Euro liegen, können sie alle berücksichtigt werden. Sebastian Köpp (CDU) bezeichnete die Anträge in der Sitzung als „sehr interessant“. Ihm gefalle das, was in den Kitas über Naturprojekte bis hin zu Medienthemen alles angeboten werde.

Beteiligt hatten sich die städtischen Kindertagesstätten Am Brückentor, Jahnstraße 2, Langforter Straße, Immigrather Straße, Götscher Weg, Geranienweg, die katholischen Kitas St. Pius, St. Martin, St. Paulus, St. Maria Rosenkranzkönigin und die Kita am Brückentor (Deutsches Rotes Kreuz).

„Natur erleben mit allen Sinnen“ wollen etwa die Mädchen und Jungen in der Einrichtung Fuchsbau an der Langforter Straße. Leiterin Stefanie Montalbano möchte für die Kinder mit Waldpädagogen vier Führungen und naturnahe Aktionen anbieten. Dafür seien zwei bis dreistündige Erlebniswanderungen geplant, bei denen der Wald mit allen Sinnen wahrgenommen werden soll. So könnten bereits die Kleinen die Natur begreifen und Zusammenhänge besser verstehen. 800 Euro gibt es für dieses Projekt.

Die Kita St. Maria Rosenkranzkönigin möchte ihren Sinnesgarten optimieren, um die Wahrnehmung der Kinder weiter ziel zu fördern. Es sollen Spiegel erworben werden, die die Sinne im optischen Bereich ansprechen werden, heißt es. Für die Anschaffung der Spiegel inklusive Halterungen gibt es 1087 Euro von der Stadt.

Das Familienzentrum Glühwürmchen am Brückentor möchte ab September ein „Schwarzlichttheater“ etablieren. Dort wird dann in einem dunklen Raum auf einer schwarz ausgekleideten Bühne, die nur von Schwarzlichtlampen (UV-Licht) bestrahlt wird, gespielt. Auch die Schauspieler tragen schwarze Kleidung und sind so für die Zuschauer unsichtbar. Sie bewegen zu Musik leuchtende Gegenstände. So werde eine magische Atmosphäre erzeugt, beschreibt Petra Klein, stellvertretende Leiterin, das Projekt. Gefördert würden so unter anderem Motorik, Emotionalität, Kreativität und Phantasie. Für Technik und Material gibt es 800 Euro.

Im städtischen Kindergarten Am Brückentor sollen die Kleinen „in federnahen Kontakt mit Greifvögeln“ kommen, heißt es im Antrag. Die Drei- bis Sechsjährigen lernen mit einem Falkner in einem nahen Wald Steinadler, Uhu, Schneeeule oder Falke kennen. Sie dürfen die Tiere anfassen und spüren, wie sich das Gefieder anfühlt. Ein Termin kostet 300 Euro. Vier Einheiten sind geplant. Medien wie die Kamera stehen im inklusiven Familienzentrum Lizzy Rüssel an der Jahnstraße auf dem Plan. Die Kinder erlernen Lichtverhältnisse und die Ausrichtung von Motiven, setzen dann die Kamera dann in der Natur ein. 1033 Euro gibt es dafür.