Langenfeld : Solarenergie schützt das Klima

Die Stadt Langenfeld ist Vorreiter bei der Nutzung von Sonnenenergie. Schwerpunkt ist die Haus-zu-Haus-Beratung.

Auf 1500 Hausdächern in Langenfeld sind inzwischen Solaranlagen installiert. Ein Erfolg, auf den Bürgermeister Frank Schneider stolz ist. Schließlich hat er schon „sehr früh auf das Thema gesetzt“ und seine Initiative, das „1000-Dächer-Programm“, vor zehn Jahren gestartet. „Aktuell haben wir fast 800 Photovoltaik-Anlagen und rund 700 Solarthermie-Anlagen in Betrieb“. Elf Millionen Kilowattstunden Solarstrom werden so jährlich in der Stadt produziert. „Damit sind wir Vorreiter im Kreis Mettmann“, fügt der Klimaschutzbeauftragte Jens Hecker hinzu.

Die „Stimmung in der Stadt für die Nutzung der Sonnenenergie, die sowieso da ist“, sei weiterhin gut, freut sich Hecker, der 2011 eines der ersten Solardachkataster in NRW erstellt hat. „Das war eine geniale Idee“, findet er. Ein Nebenaspekt: Solarenergie lasse sich auch für die Kühlung nutzen. In Anbetracht des heißen Sommers 2018 könnte das einige Nutzer interessieren, glaubt Hecker.

Auch der Beratungsschwerpunkt der jährlichen Haus-zu-Haus-Beratung der Langenfelder Energieberatung in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale liege seit einigen Jahren im Bereich der Solarenergie-Nutzung. Diese soll weiter ausgebaut werden. „Es gibt noch viele Flächen, die wir nutzen können“, ergänzt Florian Bublis, Energieberater der Verbraucherzentrale, der am Freitag mit Schneider, Hecker und Kersten Kerl (Stadtwerke Langenfeld) Aktionen und Beratungsrunden für 2019 vorstellte.

Bis Ende August läuft noch die Haus-zu-Haus-Beratung der Verbraucherzentrale. Ein vergünstigtes Kontingent der Solarstrom-Beratungen könnten die Bürger für 30 Euro über die Hotline der Verbraucherberatung NRW, Telefon 0211 33996555, buchen. Das Hausdach könne sowohl Stromquelle als auch Tankstelle für ein E-Auto sein, informiert Bublis. Ziel der Beratung sei eine realistische Einschätzung, ob die Photovoltaik auf dem Dach im Einzelfall eine gute Idee sei und sich rechne. „Wir prüfen das direkt vor Ort.“

Auch das Solarkataster des Kreises Mettmann unter www.solare-stadt.de/kreis-mettmann biete eine gute erste Einschätzung, ob sich die Immobilie zur Nutzung und Speicherung von Solarenergie eigne. Nach den Sommerferien wird die Stadtverwaltung 5000 bis 7000 Haushalte anschreiben und die Eigentümer in den Ortsteilen zu Informationsveranstaltungen zwischen September und Oktober einladen.

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