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Baumberg: Baumberger mögen Swing zum Frühstück

Baumberg : Baumberger mögen Swing zum Frühstück

Die Klaus Esser Bigband begeistert im Bürgerhaus. Der Veranstalter verspricht eine Wiederholung.

Zur "Swingtime" spielte die Klaus Esser Bigband im Baumberger Bürgerhaus auf. Um die 20 Musiker, begleitet von Sängerin Maria Geers, sorgten unter der Leitung von Rainer Alm mit Melodien der 1960er für Stimmung. "Damit führen wir die Tradition der Jazzfrühschoppen fort", erklärte Hans Pelster, Vorsitzender des Freundeskreises Baumberger Altstadtviertel (FBA), der die Band präsentierte.

Bei Getränken und einem kleinen Imbiss erlebten die Gäste an den mit Rosen dekorierten Tischen Jazz vom Feinsten. Die Klaus Esser Bigband ist ein Ensemble der gehobenen Klasse. Vor mehr als 40 Jahren von dem Düsseldorfer Unternehmer Klaus Esser gegründet, hat die Gruppe ihren eigenen Sound entwickelt. Die Stimmen fließen ineinander, wie in einem großen, brodelnden Kessel. Bandleader Alm leitet die Musiker mit gleichermaßen schwingenden und präzisen Bewegungen, setzt Akzente oder lässt das Klangvolumen an- oder abschwellen.

Die richtige Mischung des Programms trägt entscheidend zur Stimmung bei. Auf die Eröffnung mit Count Basie folgt ein Blues von Henry Mancini: "The Days of Wine and Roses". Das Publikum ist bunt gemischt: Frauen und Männer von Ende 30 bis Ende 80. "Big Bands waren immer eine Schwachstelle in Monheim, weil das Publikum nicht dafür aufgeschlossen war", sagt der Vorsitzende und Mitbegründer von Jazz in Monheim (JIM), der als Gast zur Swingtime gekommen ist. "Durch die neue Swing-Welle ändert sich das jetzt, auch bei der Jugend." Der Erfolg der Baumberger Veranstaltung des FBA scheint das zu bestätigen. "Wenn es dem Publikum gefällt, könnte es der Auftakt für mehr sein", hatte Pelster schon vor Beginn der ersten Swingtime gesagt. Nach dem Konzert kündigte er an: "Wir wiederholen das nächstes Jahr."

Nach einer halben Stunde reiner Bigband-Musik hatte Sängerin Maria Geers ihren ersten Auftritt. Mit ihrer vielseitigen Stimme kann sie ebenso überzeugend melancholische Balladen singen wie schnelle Stücke schmettern. Der sanfte Akzent verleiht ihrer sehr guten Aussprache die besondere Note, und wer wollte sich bei Musik aus dem "großen Schmelztiegel" Amerika an einem Akzent stören? Das Publikum schien angetan, und so darf man auf die nächste Swingtime des Freundeskreises Baumberger Altstadtviertel gespannt sein.

(dgn)