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Handball: Aufsteiger Langenfeld II mit Happy End

Handball : Aufsteiger Langenfeld II mit Happy End

Die Voraussetzungen für eine fröhliche Feier waren geschaffen. Der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld II (SGL) verabschiedete sich beim 27:25 (14:13)-Sieg gegen den TV Ratingen mit seinem positiven Gesicht aus der Saison und konnte anschließend in der passenden Stimmung auf sein Premierenjahr in der höheren Klasse stoßen.

Zuletzt waren der Mannschaft von Trainer Dennis Werkmeister in der ersten Serie nach dem Aufstieg aus der Landesliga die Kräfte ausgegangen. Nach dem hart erkämpften 29:29-Unentschieden beim TB Wülfrath (29:29) und dem knappen Erfolg über Ratingen blickte nun auch der Trainer gut gelaunt drein. "Das war ein versöhnlicher Abschluss", fand Werkmeister. Für ihn war die Partie zugleich das letzte Spiel als Trainer des Verbandsliga-Teams: "Das hat aber überhaupt keine Rolle gespielt."

Dafür gab es eine logische Erklärung. Ein echter Abschied war der Auftritt ja nicht, denn der 32 Jahre alte Coach, der darüber hinaus auch Sportlicher Leiter der Handballer ist, übernimmt zur neuen Saison die erste Langenfelder Mannschaft in der Oberliga. Sein Nachfolger bei der Zweiten wird Frank Holzweißig, der früher ebenfalls als Spieler für die SGL aktiv war.

Langenfeld hatte vor der Pause leichte Vorteile. Die Gastgeber knüpften spielerisch nicht an die hochklassigen Zeiten aus der Hinrunde an - doch das hatte aufgrund der Personallage auch niemand erwartet. Klarer Höhepunkt der ersten Hälfte war die Rückkehr von Toni Kniesche, der nach einer schweren Erkrankung sein Comeback gab und einen Siebenmeter verwandelte. Tobias Kolletzko wirkte nach einer neunmonatigen Verletzungspause ebenfalls zum ersten Mal ernsthaft wieder mit.

Später zog die SGL unter anderem dank des starken Keepers Thorsten Scholl bis auf 18:14 (38.) davon, ehe die Gäste zurückkamen - 23:23 (24.). Scholl brüllte seine Meinung dazu heraus: "Reißt euch zusammen. Wir gewinnen das Ding jetzt." Bei den Teamkollegen kamen die Worte des 42 Jahre alten Keepers, der das letzte Spiel seiner Karriere absolvierte, offensichtlich an. In der spannenden Schlussphase entschied besonders der Wille des Langenfelders Teams. Werkmeister sah außerdem im zweiten Keeper Christian Wansing, der den Verein in Richtung Köln verlassen wird, eine weitere entscheidende Komponente für das Happy End.

"Wir haben unser Saisonziel, unter die ersten drei zu kommen, verfehlt", sagte Werkmeister, "das heißt nicht, dass ich verärgert bin. In Anbetracht unserer personellen Lage bin ich absolut zufrieden." Der Aufsteiger, der zuerst ganz oben mitgemischt hatte, beendet die Spielzeit mit 28:20 Zählern auf Platz sechs.

SGL II: Scholl, Wansing - Ißling (3), Wolter (3), Guggenmos, Intfeld (1), Klimke (3), Hambrock (5), Adams (7), T. Kniesche (1/1), Boelken (4), Werkmeister, Justen, Kolletzko.

(mol)