Fußball: Trainer-Novize hofft mit dem Aufsteiger auf den Klassenerhalt

Fußball : Trainer-Novize hofft mit dem Aufsteiger auf den Klassenerhalt

Trainer und Neue: Der 21 Jahre alte Philipp Schroeder lenkt nun den B-Liga-Aufsteiger SC Myhl.

Der Myhler Vogelschuss, der kürzlich ausgetragen wurde, kam genau zum richtigen Zeitpunkt für den SC 1920 Myhl, dem ansässigen Fußball-Club. Denn nach dem überraschenden Abgang von Trainer Benjamin Hauch zur Jugendabteilung des FC Wegberg-Beeck suchte der Neu-B-Ligist nun einen Übungsleiter. Und während Willi und Ellen Schroeder zum neuen Schützenkönig-Paar gekürt wurden, wurde Sohn Philipp im Festzelt von einigen SC-Mitgliedern darauf angesprochen, den vakanten Posten eventuell zu übernehmen. Der gerade mal 21-Jährige hatte sich zuvor aufgrund mehrerer schwerer Verletzungen vom Mittelrhein-Ligisten Wegberg-Beeck getrennt, und war nun als gebürtiger Myhler ein logischer Kandidat. Nach einigem Überlegen willigte Schroeder dann schließlich ein: "Es ist schon ungewöhnlich, so früh die erste Trainerstation zu übernehmen. Aber der SC ist nun mal mein Heimatverein und hier wird gute Arbeit geleistet, da habe ich ja gesagt", sagt Schroeder. Der 21-Jährige war im Jahre 2010 zur Junioren-Abteilung von Bundesligist Borussia Mönchengladbach gewechselt, wo er stets vom Verletzungspech verfolgt blieb. Nach zuletzt sieben Operationen in drei Jahren hat Philipp Schroeder nun endgültig genug: "Es reichte mir langsam. Zuletzt ist an meinem zuvor operierten Kreuzband ein Stück Knorpel weggebrochen, da ging nichts mehr ohne Schmerzen". Aus diesem Grund wird der Trainer-Novize auch kaum aktiv spielen. Zurzeit befinden sich Trainer und Mannschaft im Prozess des Kennenlernens. Eines der größten Probleme, die Schroeder erwartet hatte, war sein Umgang mit älteren Spielern: "Bis jetzt gab es aber keine Unstimmigkeiten, während der Saison muss ich vielleicht auch mal unangenehme Entscheidungen treffen, da muss ich mich als Jüngerer dann eben beweisen". Angenehm überrascht war der Myhler Jung von der Qualität des Kaders, zu dem in erster Linie einige eigene Junioren hinzustoßen: "Die Jungs sind besser, als ich anfangs dachte".

Logischerweise kann es für Schroeder nur ein Ziel geben, wird er nach der Saison gefragt: "Ich kenne die Mannschaft zwar noch nicht so gut, aber als Aufsteiger kann es zunächst mal nur heißen, möglichst weit weg von den Abstiegsplätzen zu bleiben". Ein Klassenerhalt wäre durchaus ein schöner Start in die junge Trainerkarriere.

(mom)