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Fußball: Heimspiel-Auftakt gegen einen Hochkaräter

Fußball : Heimspiel-Auftakt gegen einen Hochkaräter

Regionalliga: Beeck spielt morgen ab 15.30 Uhr gegen Borussia Dortmund II. Der BVB dürfte rund 500 Zuschauer mitbringen.

Ganze Arbeit hat in der Sommerpause Manni Schneider, Platzwart des FC Wegberg-Beeck, abgeliefert: Der Rasen im Waldstadion präsentiert sich wieder als sattgrün leuchtender, ebener Teppich. "Im Vergleich zum Vorsommer war das diesmal aber nur eine kleinere Maßnahme", erläutert er - und nennt ein Beispiel: "Statt 90 Tonnen Sand wie im Vorjahr haben wir diesmal nur 58 Tonnen Sand auf dem Rasen neu angebracht."

Der Spiel-Untergrund ist so nun auf alle Fälle regionalligareif. Ob das nach dem verpatzten Auftakt bei der U 23 Fortuna Düsseldorfs nun auch aufs Beecker Team zutrifft, wird sich im Waldstadion erstmals morgen herausstellen. Dann ist im ersten Saison-Heimspiel mit der U 23 Borussia Dortmunds gleich ein Hochkaräter zu Gast - die abgelaufene Saison beendete der BVB-Nachwuchs als Vizemeister.

"Wir haben nur eine ganz kleine Chance, wenn wir einen überragenden Tag erwischen und bei uns alles passt. Aber selbst das wäre dann keine Garantie dafür, dass wir gegen diese Truppe was Zählbares holen", meint Friedel Henßen. Eines fordert Beecks Teamchef von seiner Elf aber auf alle Fälle: "Wir müssen uns ganz anders präsentieren als beim 1:6 in Düsseldorf, müssen viel couragierter in die Zweikämpfe gehen. Das erwarte ich einfach."

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Was Mark Szymczewski, der in Düsseldorf gegen den quirligen Emmanuel Iyoha einen ganz schweren Stand hatte, genauso sieht: "Klar war der gut. Ich hätte es aber auch viel besser machen müssen, habe sehr schlecht verteidigt", räumt der Routinier selbstkritisch ein.

Was ergebnistechnisch am Ende herausspringt, ist für Henßen eine andere Sache: "Ich hoffe aber ein bisschen auch darauf, dass uns Dortmund nach unserer hohen Auftaktniederlage ein klein wenig unterschätzen wird." Über den BVB ist Henßen gut unterrichtet: "Wir wissen, was uns erwartet." Beecks Teamchef ließ Dortmund beim heißen Auftakt-Derby beobachten. Knapp 6000 Zuschauer sahen im altehrwürdigen Dortmunder Stadion Rote Erde das turbulente 2:2 gegen Rot-Weiß Essen - die rassige Partie machte richtig Appetit auf die Saison.

Der BVB ist eine typische Zweitvertretung eines Profivereins: Sehr jung (die meisten Akteure stammen aus den Jahrgängen 1996 bis 1998), extrem laufstark und schnell, taktisch sehr gut geschult und technisch ebenso versiert - da stimmt das Gesamtpaket. Dazu zählt in der Regel auch ein erfahrener Leitwolf, der das junge Rudel anführt. Bei den Schwarz-Gelben ist das Mittelfeldlenker Massimo Ornatelli. Der 31-Jährige ist im Sommer vom FSV Frankfurt nach Dortmund zurückgekehrt.

Ebenfalls erst seit Juni beim BVB ist Coach Jan Siewert, für einen Trainer mit 34 Jahren gleichfalls noch sehr jung. Siewert, der nach einigen Jahren beim DFB zuletzt RW Essen trainiert hatte, löste den knapp zwei Jahre lang sehr erfolgreich arbeitenden Daniel Farke ab, der zur neuen Saison beim englischen Zweitligisten Norwich City anheuerte.

Die für Regionalliga-Verhältnisse ungewöhnliche Samstag-Anstoßzeit von 15.30 Uhr (normal ist 14 Uhr) haben sich übrigens nicht die beiden Vereine oder der Staffelleiter ausgedacht, sondern war eine Anordnung der Polizei. Wie immer redet auch in dieser Saison die in Duisburg beheimatete Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei bei der genauen Terminierung der Spiele ein gewaltiges Wörtchen mit. Die ZIS registriert und beobachtet bundesweit Fußball-Gewalttäter im Rahmen der Datei Gewalttäter Sport - und leitet aus diesen Erkenntnissen entsprechende Maßnahmen ab und ein.

Auf alle Fälle ist morgen mit größerem Support aus Dortmund zu rechnen, wie Beecks Geschäftsstellenleiter Thomas Klingen bei einem Gespräch mit Borussias Sicherheitsbeauftragtem erfuhr. "Wir rechnen nun mit rund 500 Gästefans", sagt Klingen.

(emo)