Hückelhoven: Masterplan für Schacht 3

Hückelhoven : Masterplan für Schacht 3

Die Mobile Redaktion der Rheinischen Post steht am Freitag auf dem Hückelhovener Wochenmarkt. Thema sind Pläne für ein Freizeitgelände am Förderturm. Bürger können mit Redakteuren und dem Bürgermeister diskutieren.

Hückelhoven brummt — nicht nur beim Stadtfest. Von der Zechenstadt ist der Wandel zum florierenden Handelsplatz gelungen. Und die Entwicklung schreitet voran. An der Parkhofstraße bereitet sich Aldi auf den ersten Einkaufstag vor, Edeka wird am 4. Dezember die Türen öffnen. Für den früheren "Super 2000"-Komplex gibt es Überlegungen, eine Woolworth-Filiale mit Gastronomie einzurichten. Als Nachbar von Obi wächst der Möbelmarkt Roller sichtbar der Vollendung entgegen, davor ist eine Decathlon-Filiale in Planung. In Sichtweite der großen Märkte bietet das alte Zechenareal eine Menge Potenzial als Ort für Naherholung.

Foto: kn

Über die Pläne zu dem Gelände unter dem Förderturm von Schacht 3 können sich Interessierte bei der Mobilen Redaktion informieren, die am Freitag ab 9.45 Uhr auf dem Wochenmarkt am Haupteingang des Rathauses zu finden ist. Zu Gast ist Bürgermeister Bernd Jansen, Ansprechpartner der Redaktion sind Andreas Speen und Gabi Laue. Mit dabei sind auch Vertreter des Fördervereins Schacht 3 — die Truppe um den Vorsitzenden Franz-Josef Sonnen hat hier mit dem Erhalt des Förderturms, dem Bau des Barbarastollens als Besucherbergwerk, den legendären Trödelmärkten sowie den Schacht- und Musikfesten schon Beeindruckendes auf die Beine gestellt.

"Die Verhandlungen mit dem Eschweiler Bergwerks-Verein stehen kurz vor dem Abschluss", kündigt Bürgermeister Jansen im Gespräch mit der RP an. Die Stadt muss das gesamte Gelände von der Millicher Halde bis zur Sophiastraße vom EBV kaufen, dann können der Platz am Förderturm, der für Trödelmärkte und Autokino erhalten bleibt, und die Freilichtarena überplant werden. Dafür muss die Stadt viel Geld in die Hand nehmen. An Planungskosten wird die Verwaltung dem Rat für den Haushalt 2013 rund 50 000 Euro vorschlagen. Für die Haushalte 2014 bis 2016 werden dann insgesamt 2,9 Millionen Euro kalkuliert.

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Das Gelände soll auch eine Verbindung zur Innenstadt erhalten, auf dem Luftbild schon zu erahnen: Ein Weg führt dann vom Freizeitgelände an Roller vorbei bis zum Kreisverkehr an Obi, von dort führt bereits eine Platanenallee am Obi-Parkplatz vorbei zum zweiten Kreisel bei "Intersport". In der langfristigen Planung ist eine Fußgänger- und Fahrradbrücke hinter Roller über die noch zu bauende L 117 neu zur Millicher Halde hin.

Eine weitere Vision ist ein Museum für Heimat- und Kulturgeschichte, das an die Gebäude unterm Förderturm angebaut werden könnte. Die Mineralien- und Bergbaufreunde können sich vorstellen, mit ihrem Museum von der Ludovicistraße zum Schacht zu ziehen. So könnte die Bergbaugeschichte an zentraler Stelle präsentiert werden.

(RP)
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