Hückelhoven: Wandel im Gelände um Schacht 3

Hückelhoven : Wandel im Gelände um Schacht 3

Wie wird das Gebiet um den Schacht 3 in Hückelhoven künftig aussehen? Bei der Jahresversammlung des Fördervereins von Schacht 3 wagte Bürgermeister Bernd Jansen einen Blick in die Zukunft. Und der Förderverein blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Laut dem sogenannten Masterplan der Stadt Hückelhoven wird das Gelände um Schacht 3 Austragungsort für Konzerte und Events, Kultur, Ort für Naherholung, und es wird die Innenstadt mit der Millicher Halde verbinden. Auf diesem Weg gibt es Fortschritte. Derzeit verhandle die Stadt mit dem Eschweiler Bergwerksverein über den Kauf der nötigen Flächen. Von der Halde bis zur Sophia-Straße solle das komplette Gelände bald in den Besitz der Stadt übergehen. Konkrete Zeitfenster zu nennen, ist für die Stadt wegen verschiedener Faktoren schwierig. Sicher sei, dass der Platz am Förderturm für Trödelmärkte, Autokino und weitere Veranstaltungen erhalten bleiben soll. Es werde aber wahrscheinlich nicht beim bisherigen Kiesbelag bleiben, sagte Bernd Jansen.

Idee: Museum für Ortsgeschichte

Noch recht neu ist die Idee, ein Museum, das die Kulturgeschichte der Stadt und Dörfer zeigt, an die Räume um den Förderturm anzubauen. Dieser Vorschlag werde derzeit mit verschiedenen Partnern diskutiert.

Um die Verbindung zwischen Innenstadt und Millicher Halde zu gewährleisten, sind neben verschiedenen Alleen auch eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die noch zu bauende Landstraße 117 (neu) geplant. Wie schnell hier gehandelt werden kann, hängt vom Bauprojekt ab. "Wir kämpfen für einen raschen Bau der L 117 n", betonte Jansen bei der Versammlung.

Pläne für Freilichtarena

Nach ähnlichem Konzept wie bei der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein (Nideggen) soll eine Freilichtarena zu Veranstaltungen in das Gelände locken. Auf 800 bis 1000 teils überdachten Sitzplätzen, zusätzlichen Stehplätzen, einer festen Bühne plus Sozialräumen könnten etwa Konzerte genossen oder zum Public Viewing eingeladen werden. Allein kann die Stadt diese und weitere Umbauvorhaben nicht stemmen. Deshalb soll der gesamte Plan mit Freizeitgelände an ein externes Büro zur weiteren Planung übergeben werden. "Damit wollen wir an verschiedene Fördertöpfe ran", sagte Jansen weiter.

Franz-Josef Sonnen, Vorsitzender des Fördervereins, blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Der Förderturm sei in die Industriedenkmalstiftung zurückgekehrt. Der Trödelmarkt erfreue sich großer Beliebtheit, der Kassenstand ist positiv und die Zahlen im Besucherstollen stiegen. Ganz besonders freute sich Sonnen über das große mediale Echo, das die Arbeit des Vereins im vergangenen Jahr hervorgerufen habe. Regionale und überregionale Zeitungen und mehrfach das Fernsehen hätten über den Verein berichtet. "Damit wird unsere Arbeit über die Region hinaus bekannt", sagte Sonnen.

(prei)
Mehr von RP ONLINE