Krefeld: Folklorefest startet diesmal kubanisch

Krefeld: Folklorefest startet diesmal kubanisch

Am 15. und 16. August werden 12 000 Besucher zum Festival an der Alten Kirche erwartet. Stadt sichert Zuschuss.

Die Macher des Folklorefestes konnten ihre Sache in diesem Jahr ungewöhnlich entspannt angehen. Denn die Finanzierung des Open-Air-Festivals am letzten Wochenende der Sommerferien — diesmal am 15. und 16. August — wird diesmal keine große Zitterpartie, berichten der 2. Vorsitzende Harry Emke und Pressesprecher Markus Kossack der Initiative Folklorefest.

Der städtische Zuschuss wird wie zuletzt 8910 Euro betragen, als Sponsoren bleiben SWK, die Sparkasse und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit im Boot. Außerdem ist es gelungen, das Musikprogramm diesmal etwas preiswerter zu halten, und vor allem hat es sich bewährt, den Getränkeverkauf 2013 erstmals von Profi-Zapfern durchführen zu lassen. Das hat die Schankverluste, die bei Großveranstaltungen dieser Art nie gänzlich vermieden werden können, immerhin soweit reduziert, dass ein kleines Plus als Sicherheitspolster für 2014 erwirtschaftet werden konnte.

Trotzdem würde sich der Vorstand über Spenden von privater und unternehmerischer Seite freuen, denn man geht trotz solider Basis immer noch mit 20 000 Euro ins Risiko, und dafür haften die Macher ganz persönlich.

Musik bis Mitternacht erlaubt

  • Fotos : Rock 'n' Roll beim Folklorefest in Krefeld

Gute Nachrichten gibt es auch zur Platznutzung zu vermelden. Die Gespräche mit Helmut Doepcke, Leiter des für Lärmschutz zuständigen Umweltamts, seien von Wohlwollen begleitet gewesen. Die Behörde habe sich davon überzeugt, dass es unter Berücksichtigung des Baumbestandes und der Vorschriften für Sicherheitskorridore sowie der unabdingbaren Einbindung der platzansässigen Gastronomie beim angestammten Platz für die Bühne bleiben sollte. Also hat sie zugestimmt und angesichts eines technisch besonders gut ausgewogenen Beschallungskonzepts auch wieder Musik bis Mitternacht gestattet. Damit sind die konzeptionellen Sorgen ausgeräumt, die den Verein und die Fans seit letztem Sommer gedrückt hatten.

Im Zeichen des Wappentiers Krähe, einer dankbaren Verbeugung vor den vielen Krefelder Spendern und Unterstützern, hat Programm-Chef Jordi Preußer Musik aus drei Kontinenten zusammengestellt. Der Tanz- und Themenabend am Freitag ist dem Son Cubano gewidmet und wird von Tanzlehrer Torsten Zapka mit Partnerin und der Band "Soneros de verdade" gestaltet.

Für die Straßenmusik am frühen Samstagnachmittag sorgt das Ensemble "Pelodum" mit einem Corso von Hauptbahnhof zum Festplatz. Dort eröffnet das Duo "Spunk" mit seinem Kinderprogramm den Reigen, die offizielle Begrüßung spricht diesmal der Kunstpädagoge und -Kurator Thomas Janzen von den Kunstmuseen, und dann führt Moderator Helmut Wenderoth, Regisseur und künstlerischer Leiter am Kresch-Theater, durch das Hauptprogramm mit "Sedaa" aus der Mongolei und dem Iran, "Euzen" aus Dänemark, dem "Mondo Mash Up Sound System" aus der Seidenstadt und dem Oktett "Karamelo santo" aus Argentinien.

(RP)
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