Krefeld: Krefelder retten das Folklorefestival

Krefeld: Krefelder retten das Folklorefestival

Die Finanzierung für das Musikereignis steht – dank Initiative von Bürgern und Sponsoren. Es gibt sogar Benefizartikel.

Die Finanzierung für das Musikereignis steht — dank Initiative von Bürgern und Sponsoren. Es gibt sogar Benefizartikel.

Aus Silber fertigte Goldschmied Michael Hagmanns diese Brosche. Foto: IF

Kurz bevor das 36. Krefelder Folklorefest am Monatsende auf dem Platz an der Alten Kirche über die Bühne geht, nimmt der Vorstand des Vereins Initiative Folklorefest Gelegenheit, sich bei der Öffentlichkeit für die Unterstützung während der letzten Wochen und Monate zu bedanken. Das Zusammenwirken mehrerer Faktoren — auch der haushalterischen Unsicherheit der Stadtverwaltung — hatte die Finanzierung des Festes in Höhe von diesmal 55 000 Euro mehrfach infrage gestellt (RP berichtete). Der Vorstand wandte sich an die Öffentlichkeit, gestern zog Pressesprecher Markus Kossack eine erfreuliche Bilanz: Es gab eine Reihe spontaner Spenden von fünf bis 1000 Euro — in der Summe eine echte Hilfe.

Zu den Gebern gehören auch Unternehmen wie die Wirtschaftsförderung Krefeld, die Sparkasse und die Stadtwerke Krefeld, Currenta, Habicht + Partner und Icandoit Communication sowie Vereine wie die Krefelder Musiker Initiative. Auch haben sich neue Fördermitglieder angemeldet, unter ihnen der Krefelder Krimi-Autor und Leiter des Kulturbüros Mönchengladbach Thomas Hoeps. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder ist um 25 Prozent gestiegen. Hinzu kommt das Engagement einiger Künstler. Radiomoderatorin Heike Knispel spielte im Fernsehen beim NRW-Duell zugunsten des Folklorefestes mit. Goldschmied Michael Hagmanns fertigte aus 925er Sterling-Silber in einer Auflage von 50 Stück eine Anstecknadel in Form des diesjährigen Wappeneichhörnchens, die auf dem Festplatz für 19,50 Euro erworben werden kann. Der Reingewinn geht in die Festivalkasse, ebenso der für den Folklorefest-Kaffeebecher (9,90 Euro), den Comic-Künstler Frät geschaffen hat.

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All dies zusammen hat die Finanzierung des Festes für dieses Jahr gerettet. Für das nächste Jahr gibt es neue Auflagen. In einem Gespräch der Vorsitzenden Renate Gotzen mit dem Fachbereich Umwelt gab es seitens der Stadt die Überlegung, einen einheitlichen Standort für eine Bühne für alle Veranstaltungen auf dem Platz an der Alten Kirche zu wählen, um die Beschallung in die entgegengesetzte Richtung der direkten Wohnbebauung zu richten. Die Bühne würde deshalb an der Straße, an der auch der Irish Pub liegt, aufgebaut. Eine Kürzung der Veranstaltungszeit ist laut Stadt aber nicht vorgesehen.

Folklorefest-Unterstützertassen können bestellt werden bei Frät (auch in größeren Mengen): Telefon 0172 7295384 oder per E-Mail an info@fraet.de

(RP)
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