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Krefeld: Brandstifter am Flughafen festgenommen

Wegen Fluchtgefahr in Haft : Krefelder Brandstifter am Flughafen festgenommen

Der 22-Jährige soll sich Zutritt zu zwei Schulen verschafft und dort jeweils einen Brand gelegt haben. Das Amtsgericht Krefeld hatte gegen den jungen Mann Sicherungshaft angeordnet.

Die Bundespolizei hat am Wochenende in Düsseldorf bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle eines Fluges aus Istanbul einen 22-Jährigen festgenommen, der zur Fahndung ausgeschrieben war. Wie die Behörde mitteilt, hatte das Amtsgericht Krefeld  gegen den Deutschen Sicherungshaft angeordnet, da der Verdacht besteht, dass der Krefelder gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen habe.

Im September 2018 war der junge Mann rechtskräftig wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Einheitsjugendstrafe von zwei Jahren mit Bewährung verurteilt worden. Unter anderem soll der Verurteilte den Kontakt zu seiner Bewährungshelferin abgebrochen und die auferlegte Drogentherapie bisher nicht begonnen haben.

Des Weiteren hatten die Krefelder Richter im Februar 2021 gegen den 22-Jährigen Untersuchungshaft angeordnet, da der junge Mann dringend verdächtig ist, im Dezember 2017 gemeinschaftlich in zwei Fällen Sachbeschädigung und Brandstiftung begangen zu haben. Dabei sollen die Verdächtigen sich Zutritt zu den Gebäuden zweier Schulen in Krefeld verschafft und dort jeweils einen Brand gelegt haben. Da der junge Mann unter der ladungsfähigen Anschrift nicht erreichbar und auch durch die Bewährungshelferin keine Kontaktaufnahme möglich ist, wurde nun die Untersuchungshaft angeordnet.

Aufgrund bestehender Fluchtgefahr wurde der Gesuchte nach seiner Festnahme bei dem zuständigen Haftrichter vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt gebracht.